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Zurich Financial Services will halbe Milliarde einsparen

Der Versicherungskonzern will bis zum Jahr 2013 fünf Prozent seiner Kosten einsparen. Eine Entlassungswelle ist laut dem Konzernchef allerdings nicht zu befürchten.

Ehrgeizige Ziele: CEO Martin Senn bei der Präsentation der Resultate des zweiten Quartals am 5. August 2010.
Ehrgeizige Ziele: CEO Martin Senn bei der Präsentation der Resultate des zweiten Quartals am 5. August 2010.
Keystone

Das Sparziel entspirch etwa 500 Millionen Dolllar. Der Konzernchef von Zurich Financial Services (ZFS), Martin Senn, verspricht mit Blick auf möglichen Stellenabbau gegenüber den weltweit 60'000 Mitarbeitern grösstmögliche Zurückhaltung. «Im grossen Ausmass» werde es keine Entlassungen geben, sagte Senn am Donnerstag am Investorentag des Unternehmens.

Der global tätige Konzern, der sich verstärkt auf die aufstrebenden Märkte in Asien und Lateinamerika ausrichtet, setzt sich derweil weiterhin verbesserte Renditen als Ziel und will Marktanteile dazugewinnen. Dabei will ZFS 30 Prozent des Neugeschäfts in den Schwellenländern erzielen. In den Industriestaaten sieht der Konzernchef keine deutliche Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Bedingungen in nächster Zeit.

Aus der europäischen Schuldenkrise entstünden für das Unternehmen aber kaum Nachteile, so Senn weiter. Ihm zufolge machen Regierungsobligationen des krisengeschüttelten Irland nur 2 Prozent aller Staatsanleihen aus, in die ZFS investiert ist. Insgesamt hält der Konzern 55 Milliarden Dollar in solchen Papieren.

«Attraktive» Rendite versprochen

Die operative Eigenkapitalrendite nach Steuern will Senn mittelfristig bei 16 Prozent sehen. Die Combined Ratio, also das Verhältnis von Schadenaufwendungen und anderen Kosten zu den Prämieneinnahmen in der Sachversicherung, soll um drei bis vier Prozentpunkte sinken. Zwischen Januar und September hat sich die Combined Ratio der ZFS um 0,9 Prozentpunkte auf 97,8 Prozent erhöht.

Die Aktionäre sollen von einer «attraktiven» Rendite profitieren, wie Senn in Aussicht stellte. Zuletzt hatte ZFS die Dividende von 11 auf 16 Franken pro Aktie erhöht. Die Anleger griffen nach Senns Ankündigungen zu. Die ZFS-Aktie lag bis zur Mittagszeit bei 235 Franken. 1,7 Prozent über dem Vortagesschlusskurs, hatte seit Handelsstart aber auch schon die 2- Prozent-Plus-Marke überschritten. Die Schwergewichte im SMI lagen kurz vor 12 Uhr 0,7 Prozent höher.

SDA/raa

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