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Yahoo enttäuscht die Anleger

Die neue Vorstandsvorsitzende Marissa Mayer tritt bei Yahoo ein schweres Erbe an. Der Internetkonzern vermeldet einen Gewinnrückgang von vier Prozent.

Das Webunternehmen Yahoo ...
Das Webunternehmen Yahoo ...
Keystone
... wurde 1994 von David Filo (links) und Jerry Yang ins Leben gerufen (3. März 1997).
... wurde 1994 von David Filo (links) und Jerry Yang ins Leben gerufen (3. März 1997).
Keystone
Fünf Chefs in fünf Jahren: Yahoo bleibt eine Baustelle.
Fünf Chefs in fünf Jahren: Yahoo bleibt eine Baustelle.
AFP
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Im zweiten Quartal lag der Gewinn bei 227 Millionen Dollar (185,5 Millionen Dollar) oder 18 Cent pro Aktie, das entspricht einem Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten einen Wert von 20 Cent pro Aktie erwartet.

Allein für Abfindungszahlungen für entlassene Mitarbeiter und andere Massnahmen zur Kostenreduzierung musste Yahoo 136 Millionen Dollar zurückstellen. Der Internetkonzern mit Sitz im kalifornischen Sunnyvale baute 1500 Stellen ab. Ende Juni lag die Zahl der Mitarbeiter bei 12'500.

Höchste Einnahmen in Japan

Der Umsatz ging im Zeitraum April bis Juni um ein Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar (997 Millionen Dollar) zurück. Die höchsten Einnahmen des Internetunternehmens waren auf seine Anteile an der japanischen Version von Yahoo sowie der chinesischen Alibaba Group zurückzuführen. Die Einnahmen aus diesen Anteilen und anderen Investitionen beliefen sich zusammen auf 180 Millionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Yahoo hat angekündigt, die Hälfte seiner Anteile an Alibaba für rund sieben Milliarden Dollar zu verkaufen. Der Deal soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Bisher hält der kalifornische Konzern 40 Prozent an Alibaba.

Mayer enttäuscht Investoren

Der angeschlagene Internetkonzern hatte unmittelbar vor der Präsentation der jüngsten Quartalszahlen Marissa Mayer zur neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt und damit einen spektakulären Personal-Coup gelandet. Die langjährige Google-Spitzenmanagerin, die im Oktober ein Kind erwartet, nahm am Dienstag ihre Arbeit bei Yahoo auf. Doch gleich am ersten Tag enttäuschte die 37-Jährige Investoren, die sich von ihr Angaben über ihre Pläne für den Internetkonzern erhofft hatten: Mayer nahm nicht an der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen teil, um sich mit ihrem neuen Managementteam zu treffen.

«Wir glauben, es ist am besten, unserem neuen CEO Zeit zu geben, um sich an Yahoo zu gewöhnen, bevor irgendeine Anleitung für die Zukunft vorgelegt wird», sagte Yahoo-Finanzvorstand Tim Morse, der die Telefonkonferenz am Dienstag leitete.

Die Yahoo-Aktie verlor am Dienstag drei Cent und notierte im nachbörslichen Handel bei 15,57 Dollar.

dapd/ah

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