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Wir wollen keine ungleichen Spiesse

Die Argumente gegen das vorgeschlagene Verbot von Bargeldkäufen über 100'000 Franken tönen sonderbar.

MeinungAndreas Valda

Da reibt sich der Normalverdiener die Augen. Wie kommen fast alle bürgerlichen Nationalräte dazu, das von der Regierung vorgeschlagene Verbot von Bargeldkäufen von über 100'000 Franken zu verwerfen?

Die Argumente der Gegner tönen sonderbar. Es gebe keine Beweise, dass in der Schweiz systematisch Geldwäscherei betrieben werde. Hingegen würde verhindert, dass Touristen spontan teuren Schmuck und Uhren kauften, weil nicht jeder ein Konto besitze. Schweizer Transportunternehmen, die ihre gebrauchten Lastwagen an bar zahlende Araber verkauften, würden einen unerträglichen bürokratischen ­Aufwand erleiden. Die Pflicht zur Banküberweisung sei die Vorstufe zum totalitären Überwachungsstaat. Jetzt gehe es ans Eingemachte. Die Freiheit des ­Bürgers insgesamt sei bedroht.

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