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Wie die Experten der Credit Suisse Europa sanieren wollen

In einer Analyse präsentieren die Ökonomen der Grossbank ihre Ideen zur Stabilisierung der Eurozone. Dabei schlagen sie eine Regel vor, die «disziplinierend» wirken soll.

Die Eurozone soll reformiert werden: Händler in Frankfurt.
Die Eurozone soll reformiert werden: Händler in Frankfurt.

Für die Analysten des Research Institute der Credit Suisse ist klar: Die Eurozone braucht einen starken Fonds, der verschuldete Mitgliedstaaten zu günstigen Zinsen auffängt. Voraussetzung zur Teilnahme am Fonds solle das Bekenntnis zu klaren Umschuldungsklauseln sein, die bereits bei der Ausgabe von Anleihen festlegen, wer die nötigen Abschreiber im Falle einer Überschuldung trägt.

Diese Klauseln sollten dabei sowohl für Investitionen in Staaten als auch in Banken gelten, so die CS-Analysten. So würde «die disziplinierende Rolle der Finanzmärkte» gestärkt. Entsprechende Regeln, die beispielsweise auch die deutsche Staatsspitze fordert, würden die Investoren im Falle eines Kollapses stärker in die Verantwortung nehmen.

Es sind dies Vorschläge, wie sie in Europa seit Monaten diskutiert werden – und auch heute wieder debattiert werden. Die EU-Staatschefs treffen sich in Brüssel. Hauptthema ist die Zukunft der Eurozone.

Später Rente, teurere Produkte aus Fernost

Die CS-Analysten zeigen in ihrem Bericht ausserdem auf, wie langfristig für mehr Stabilität gesorgt werden kann. Sie schlagen insbesondere vor, dass die Pensionssysteme reformiert werden müssten – der Beschäftigungsgrad der alternden Bevölkerung müsse erhöht werden. Ein Weg, so machen die Autoren klar, sei hier die Flexibilisierung des Rentenalters. Sie wird auch in der Schweiz seit Jahren diskutiert. Die Ausgaben liessen sich in den Pensionssystemen «wohl etwas leichter» eindämmen als in der Gesundheitsvorsorge.

Als weiteren Punkt schlagen die Ökonomen Abkommen zwischen Industrie- und Schwellenländern vor, um die Wechselkurse stabil zu halten. Insbesondere China hält seine Währung tief, wodurch der Konsum – und die Verschuldung – reicher Staaten Amerikas und Europas zusätzlich angeheizt wird. Auch US-Präsident Barack Obama hat wiederholt gefordert, dass China seine Währung gegenüber dem US-Dollar aufwerten solle.

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