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Werben um Gefühle

Die SBB verdienen Geld, die Züge sind voll und kaum ein Unternehmen geniesst in der Öffentlichkeit mehr Goodwill. Trotzdem investiert der Konzern in eine neue Kampagne und will mit einem Videoclip «emotional zulegen».

Die SBB haben in der Schweiz eine angenehme Monopolistenrolle. Das hört das Management nicht gerne, ist aber so. Wer kein Auto hat und von Zürich nach Bern reisen will, hat keine andere Möglichkeit, als den Zug zu nehmen. Daher, so könnte man argumentieren, hat ein Unternehmen wie die SBB Werbung eigentlich nicht nötig. Der Auftrag und das Geld kommen vom Bund, der Markt ist übersichtlich und in fester Hand. Kommt hinzu, dass die SBB im europäischen Vergleich hervorragende Markenwerte geniessen. Derzeit liegt der Sympathiewert bei 66,4 Prozentpunkten, was in Werbekreisen als solider Wert beurteilt wird.

Unter Wert verkauft

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