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Weko untersucht Preispolitik der Post

Die Wettbewerbskommission prüft, ob die Schweizerische Post bei Briefsendungen für Geschäftskunden marktbeherrschend ist und ob sie dies missbraucht.

Werden gewisse Kunden diskriminiert? Ein Fahrzeug der Post in Schlieren.
Werden gewisse Kunden diskriminiert? Ein Fahrzeug der Post in Schlieren.
Keystone

Die Preisgestaltung der Schweizerischen Post für Geschäftskunden verletzt möglicherweise das Wettbewerbsrecht. Die Wettbewerbskommission (Weko) untersucht, ob die Post Konkurrenten benachteiligt und Kunden diskriminiert.

Die Untersuchung der Kommission soll klären, ob die Post bei adressierten nationalen Briefsendungen für Geschäftskunden eine marktberrschende Stellung hat und ob sie diese Situation missbraucht, wie die Weko bekannt gab. Die Kategorie umfasst Kunden mit einem Jahresumsatz von mehr als 100'000 Franken.

Preispolitik wird analysiert

Im Fokus steht das Preissystem der Post. Die Post gewährt Geschäftskunden möglicherweise Rabatte für sämtliche Dienstleistungen, welche sie bei ihr beziehen, wie Weko-Direktor Rafael Corazza auf Anfrage erklärte.

Die Post verknüpft also unter Umständen den liberalisierten Markt mit dem Geschäft, bei dem sie zurzeit noch ein Monopol geniesst. Die meisten adressierten Briefsendungen unter 50 Gramm darf nur die Post anbieten.Die Kunden würden durch ein solches System an die Post gebunden. Konkurrenten der Post hätten keine Möglichkeit, einen derartigen Rabatt zu gewähren.

Schwer durchschaubare Tarife

Die Weko untersucht überdies, ob Kunden durch ein intransparentes System diskriminiert werden. Kunden können möglicherweise nicht abschätzen, ob sie bessere Konditionen bei den Konkurrenten der Post erhalten würden, wie Corazza sagte.

Die Wettbewerbskommission ist wegen Klagen von Konkurrenten und Kunden der Post aktiv geworden. Die Untersuchung wird rund eineinhalb Jahre dauern. Die Post kooperiert mit der Weko. Zum Inhalt der Untersuchung nimmt sie nicht Stellung, weil es ein laufendes Verfahren ist, wie Post-Sprecher Bernhard Bürki sagte.

Auch Preisüberwacher untersucht TarifeAuch der Preisüberwacher nimmt die Tarife der Post unter die Lupe. Er wolle feststellen, ob die Post wegen ihrer hohen Gewinne verschiedene Tarife für Brief- und Paketpost senken sollte, erklärte Preisüberwacher Stefan Meierhans im vergangenen Februar.

SDA/wid

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