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Weko soll gegen Swisscom vorgehen

Die Weko untersucht, ob die Swisscom bei der Übertragung von Sport-Events ihre Marktstellung missbraucht. Branchenverband und Cablecom fordern nun, dass sie schon jetzt Massnahmen ergreift.

fko
Soll ihre Marktstellung missbraucht haben: Die Swisscom – im Bild der Hauptsitz in Bern. (Archivbild)
Soll ihre Marktstellung missbraucht haben: Die Swisscom – im Bild der Hauptsitz in Bern. (Archivbild)
Keystone

Der Streit um die Sportübertragungsrechte fürs Fernsehen verschärft sich: Am Freitag vor einer Woche haben mehrere Kabelnetzbetreiber mit Unterstützung ihres Verbandes die Wettbewerbskommission (Weko) zu vorsorglichen Massnahmen gegen die Swisscom aufgefordert, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Im Gesuch, das der Zeitung vorliegt, fordern der Branchenverband Swisscable und dessen gewichtigster Vertreter, die Cablecom, nun umgehend Zugang zu denselben Sportinhalten wie der Bezahlsender Teleclub.

Swisscom: «Trittbrettfahrer»

Die Swisscom machte sich am 30. April mit der Aufstockung ihres Anteils beim Teleclub-Besitzer Cinetrade auf 75 Prozent zum Monopolisten für TV-Rechte im Schweizer Fussball und Eishockey. Faktisch kontrolliert das Unternehmen von Konzernchef Carsten Schloter somit, welche Super-League- und Eishockey-Spiele die Fans im Kabelfernsehen verfolgen können – und welche Partien nur im Pay-TV.

Seit Abschluss des Deals steht die Swisscom im Fokus der Weko, die den Fall wegen möglicher Kartellrechtsverstösse untersucht. Doch den Kabelnetzbetreibern geht die voraussichtliche Verfahrensdauer von 18 Monaten zu lange. Swisscable-Geschäftsführerin Claudia Bolla-Vincenz moniert, diese Frist würde es der Swisscom ermöglichen, ihre beherrschende Marktstellung zu festigen.

Die Verbandschefin verlangt für ihre Branche gleich lange Spiesse wie die Swisscom. Swisscom-Sprecher Sepp Huber widerspricht vehement. Die Kabelnetzbetreiber hätten «den Einstieg verpasst und versuchen nun als Trittbrettfahrer, von der Aufbauarbeit von Swisscom und Cinetrade zu profitieren».

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