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Wandlungen einer bürgerlichen Institution

Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» muss sparen. Was bedeutet das für Deutschlands Intelligenzblatt? Ist die Qualität der Zeitung ernsthaft in Gefahr oder stellt sich das Unternehmen nun endlich dem Strukturwandel?

Zufrieden mit Zeitung und Zigaretten: Der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt posiert für eine Werbekampagne der FAZ (Januar 2012).
Zufrieden mit Zeitung und Zigaretten: Der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt posiert für eine Werbekampagne der FAZ (Januar 2012).
Keystone

Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer soll es gewesen sein, dass der junge Frank Schirrmacher eine Reise in das unbekannte Gebiet unternahm, dem die Deutschen schon bald den Namen «Neue Bundesländer» geben sollten. In seinem Dienstmercedes mit dem illustren Kennzeichen F–AZ brauste der Kultur-Redaktor der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ) durch das ostdeutsche Bundesland Thüringen. Staunende Ex-DDR-Bürger, die am Wegesrand standen, soll der Götterliebling des deutschen Journalismus huldvoll mit der Lichthupe gegrüsst haben. Wohlgemerkt: Der da über ein solches Gefährt verfügte, war damals noch nicht der berühmte FAZ-Herausgeber, als der er im Juni starb, sondern ein aufstrebender Nachwuchsjournalist um die 30, der eben Literaturchef geworden war.

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