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VW-Manager soll Opel wieder in Fahrt bringen

Der ehemalige China-Chef von Volkswagen, Karl-Thomas Neumann, soll offenbar neuer Vorstandschef des angeschlagenen Autobauers werden. Offiziell will Opel dies jedoch noch nicht bestätigen.

Er hat das Format, das Opel braucht: Karl-Thomas Neumann während einer Pressekonferenz von Continental.
Er hat das Format, das Opel braucht: Karl-Thomas Neumann während einer Pressekonferenz von Continental.
Keystone

Beim schwer angeschlagenen Autohersteller Opel zeichnet sich offenbar eine dauerhafte Lösung für den Chefsessel ab: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Continental und Ex-China-Chef von Volkswagen, Karl-Thomas Neumann, soll einem Bericht der «Financial Times Deutschland» (Freitagausgabe) zufolge im Lauf des kommenden Jahres als Vorstandschef zum Rüsselsheimer Autobauer wechseln. Ein Sprecher wollte sich auf dapd-Anfrage nicht äussern und verwies darauf, dass Personalspekulationen nicht kommentiert würden.

«Neumann an der Spitze wäre gut für Opel. Er hat das Format, das wir brauchen», zitierte das Blatt dagegen einen Opel-Aufsichtsrat. An der Spitze des Unternehmens würde er den bisher amtierenden Übergangschef Thomas Sedran beerben, der die wichtigste europäische Tochter des US-Autokonzerns General Motors (GM) seit Mitte Juli führt. Dem Sanierungsexperten fehlten allerdings technisches Wissen und Erfahrung in der Autobranche, hiess es.

Opel-Sanierung im vollen Gang

Wann genau der Opel-Aufsichtsrat die Berufung Neumanns beschliessen will, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Es sei aber unwahrscheinlich, dass es bereits auf der nächsten Sitzung am 14. November soweit sein wird. Bis Mitte 2012 war der 51-Jährige Präsident und Geschäftsführer von Volkswagen in China.

Derweil ist die Sanierung bei Opel in vollem Gang. Der taumelnde Hersteller streicht bereits im laufenden Jahr 2600 Stellen, die meisten davon in Deutschland. 2300 Beschäftigte haben das Unternehmen eigenen Angaben zufolge bereits verlassen.

2015 wieder schwarze Zahlen

Dennoch stellt sich GM auf weitere Jahre der Milliardenverluste bei Opel ein: Erst «Mitte des Jahrzehnts» rechnet der Konzern mit schwarzen Zahlen bei der Europatochter, wie aus dem am Mittwoch in Detroit veröffentlichten Zwischenbericht hervorgeht. 2012 wird Opel demnach 1,5 Milliarden Dollar verbrennen, 2013 nur etwas weniger. «Wir haben noch eine Menge Arbeit zu tun, vor allem in Europa», hatte GM-Finanzvorstand Dan Ammann gesagt.

dapd/kpn

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