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VW besetzt Porsche-Spitze neu

Der bisherige VW-Topmanager Matthias Müller wird neuer Vorstandsvorsitzender des Sportwagenbauers Porsche. Das wird für den Sportwagenhersteller Folgen haben.

Soll VW-Technologie bei Porsche einsetzen: Matthias Müller.
Soll VW-Technologie bei Porsche einsetzen: Matthias Müller.

Der bisherige Porsche-Chef Michael Macht wechselt in den VW-Konzernvorstand und wird weltweit für die Produktion zuständig. Das teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Der Wechsel soll zum 1. Oktober in Kraft treten.

Der 57 Jahre alte neue Porsche-Chef Müller ist bisher Leiter der VW-Produktstrategie. Damit verstärkt Wolfsburg den Griff auf die Tochter Porsche. Konzernchef Martin Winterkorn dringt darauf, kleinere Porschemodelle auf der Basis vorhandener VW-Technik auf den Markt zu bringen, etwa einen kleinen Geländewagen auf der Grundlage des VW-Tiguan. Bei Porsche gibt es bisher Bedenken, weil eine Verwässerung des sportlichen Porsche-Markenkerns befürchtet wird.

Die Familien Porsche und Piech Hauptaktionäre bei VW

Porsche hatte bis Sommer 2009 unter Führung des damaligen Vorstandschef Wendelin Wiedeking versucht, den VW-Konzern mit Hilfe riskanter Spekulationsgeschäfte zu übernehmen. Der Angriff scheiterte, und im Gegenzug musste VW den hoch verschuldeten Sportwagenbauer stützen. Nun werden beide Autobauer unter Führung von VW bis 2011 verschmolzen. VW-Hauptaktionäre werden dann die Familien Porsche und Piech, die ursprünglich Alleinherrscher bei Porsche waren.

Der scheidende 49 Jahre alte Porschechef Macht hatte nach dem Abgang Wiedekings die Leitung des Sportwagenbauers übernommen. Seitdem hat er sich mit der erfolgreichen Einführung der neuen Luxuslimousine Panamera Verdienste erworben. Bei VW muss er dafür sorgen, dass die Produktion mit dem aktuellen, kräftigem Wachstum Schritt halten kann.

dapd/mt

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