Zum Hauptinhalt springen

Visa leidet unter Russland-Sanktionen

«Wir sind gefangen zwischen der Politik der USA und von Russland», sagte der Visa-Finanzchef Byron Pollitt. Der Kreditkartenanbieter konnte bei den Quartalszahlen nur ein einstelliges Umsatzplus vermelden.

Visa stellte die Zusammenarbeit ein: Bank Rossiya in St. Petersburg. (21. März 2014)
Visa stellte die Zusammenarbeit ein: Bank Rossiya in St. Petersburg. (21. März 2014)
Keystone

Der weltgrösste Kreditkartenanbieter Visa rechnet wegen der US-Sanktionen gegen Russland mit einem Dämpfer für das Geschäft. Die Transaktionen in Russland gingen bereits spürbar zurück, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

«Wir sind gefangen zwischen der Politik der USA und von Russland», sagte Visa-Finanzchef Byron Pollitt bei der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen.

Wegen der US-Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise stellten Visa und Mastercard ihre Zusammenarbeit mit zwei russischen Banken ein. Der russische Präsident Wladimir Putin will nun eine eigene Kreditkarte schaffen, um die Abhängigkeit von Visa und Mastercard zu verringern.

Pollitt äusserte die Hoffnung, dass das Unternehmen auch weiterhin in Russland aktiv sein könnte: «Wir haben 100 Millionen Kreditkarten-Kunden in Russland und niemand dürfte ein Interesse daran haben, auch die Russen nicht, wenn diese Karten von den Bürgern nicht mehr genutzt werden könnten.»

Bei den Resultaten für das Ende März endende Quartal musste Visa erstmals seit über vier Jahren ein lediglich einstelliges Umsatzplus vermelden. Unter anderem wegen des starken Dollar stieg der Umsatz um sieben Prozent, nach elf Prozent im Vorquartal. Die Zahl der Transaktionen stieg jedoch deutlich an.

Beim Gewinn wies der US-Konzern für das zweite Geschäftsquartal einen Anstieg von 26 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar aus. Beigetragen hatte dazu auch eine geringere Steuerquote.

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch