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US-Gesundheitsbehörde erteilt Roche eine Abfuhr

Das Roche-Medikament Avastin soll in den USA nicht für die Behandlung von Brustkrebs verwendet werden dürften. Für den Schweizer Pharmagiganten steht viel Geld auf dem Spiel.

Wirkungsnachweis wurde nie erbracht: Neues Roche-Verwaltungszentrum im Kanton Zug.
Wirkungsnachweis wurde nie erbracht: Neues Roche-Verwaltungszentrum im Kanton Zug.

Die Roche-Tochter Genentech hat mit dem Krebsmedikament Avastin einen herben Rückschlag erlitten. Ein Ausschuss der US-Gesundheitsbehörde FDA sprach sich gegen die Verwendung des Medikaments zur Behandlung von Brustkrebs aus.

Das Mittel sei in diesem Zusammenhang weder effektiv noch sicher, lautete der einstimmige Entscheid vom Mittwoch. Die Risiken, die es bei der Anwendung Avastin gebe, würden die Vorteile überwiegen, hielt das Gremium fest.

Wirkungsnachweis nicht erbracht

Die FDA hatte dem Medikament Ende 2010 mangels Wirkungsnachweis die Zulassung zur Brustkrebsbehandlung entzogen, worauf Roche eine Anhörung in diesem Fall eingefordert hatte. Für den Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern steht rund eine Milliarde Dollar Umsatz auf dem Spiel.

Roche reagierte mit Enttäuschung auf den jüngsten Entscheid. «Wir hoffen, dass die FDA nicht entscheidet, die Brustkrebs-Indikation für Frauen in den USA aufzuheben», sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwochabend der Finanznachrichtenagentur AWP.

Die anderen vier Krebsindikationen in den USA für Avastin blieben bestehen, betonte der Sprecher. Zudem sei Avastin in über 80 anderen Ländern für die Behandlung von Brustkrebs zugelassen.

SDA/mrs

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