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USA drohen Swatch

US-Terrorexperten haben vom Schweizer Uhrenkonzern Zugang zu dessen Fabriken verlangt. Als ihnen dies verweigert wurde, übten sie Druck aus.

Die USA haben mit «Schwierigkeiten beim Import» gedroht: Nick Hayek an der Messe BaselWorld. (27. März 2014)
Die USA haben mit «Schwierigkeiten beim Import» gedroht: Nick Hayek an der Messe BaselWorld. (27. März 2014)
Keystone

«Sie wollten wahrscheinlich überprüfen, ob es möglich wäre, Sprengstoff, Gift oder was auch immer in den Uhrenwerken zu verstecken», sagte Swatch-Konzernchef Nick Hayek in einem Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag» zum Besuch des US-Terrorexperten. Es sei von Terrorgefahr die Rede gewesen.

Doch Swatch lehnte das US-Begehren ab. «Keine Diskussion, das kommt nicht infrage», sagte Hayek. Darauf hätten die Amerikaner gedroht, «dass wir dann Schwierigkeiten beim Import bekommen könnten». Passiert sei jedoch nichts. Schliesslich beschäftige Swatch in den USA tausende Arbeitnehmer.

Hayek kritisiert die Banken

Hayek kritisiert in diesem Zusammenhang die Schweizer Grossbanken, die in Sachen US-Steuerstreit gegenüber den USA «vorauseilenden Gehorsam» praktiziert hätten, gegenüber Kleinanlegern aber hart bleiben würden, wenn diese bei Absolut-Return-Anlagen Geld verloren hätten.

Ein Rechtsstreit der Swatch Group mit der Bank UBS bezüglich solcher Absolute-Return-Verluste ist noch immer hängig, wie Hayek sagte. Es geht um eine 30-Millionen-Franken-Klage.

SDA/ldc

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