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USA bereiten Milliardenhilfe für Häusermarkt vor

Nach den Hilfen für die Finanzbranche bereitet die US-Regierung nun auch ein milliardenschweres Paket für Hausbesitzer vor.

Darlehensgarantien sollen Banken dazu bewegen, verschuldeten Eigentümern günstigere Konditionen einzuräumen.

Die Chefin der staatlichen US-Einlagensicherung (FDIC), Sheila Bair, stellte den Vorschlag am Donnerstag dem für Banken zuständigen Senatsausschuss vor. Zeitungsberichten zufolge sind für das Programm 40 Mrd. Dollar vorgesehen.

Die Regierung müsse mehr tun, damit die Hausbesitzer eine günstigere Verzinsung erhielten, forderte Bair. Ihre Behörde arbeite derzeit gemeinsam mit Regierungsvertretern an einem entsprechenden Plan.

700-Milliarden-Paket nutzen

Bair schlug zudem vor, auch das 700 Milliarden Dollar umfassende Hilfspaket für den Finanzmarkt stärker für eine Stützung der Hauseigentümer zu nutzen. Die Regierung könne mit Kreditgarantien Anreize für umstrukturierte Finanzierungen schaffen, sagte sie.

«Konkret könnte die Regierung bestimmte Standards für neue Konditionen festlegen und Bürgschaften für Darlehen übernehmen, die sich an diesen Standards orientieren.» Auf diesem Weg könnten Kredite, die sich Hausbesitzer unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht mehr leisten könnten, langfristig finanzierbar gemacht werden.

Viele US-Bürger verlieren ihr Zuhause

Regierung und Parlament waren dafür kritisiert worden, ihre Hilfen bislang auf die Bankenbranche zu konzentrieren. Infolge der Finanzkrise hat die Zahl der Zwangsvollstreckungen in den USA im September um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Zwar ging die Zahl gegenüber August mit knapp 266'000 um zwölf Prozent zurück, wie das Marktforschungsinstitut RealtyTrac mitteilte.

Dies drohe aber nur eine vorübergehende Entspannung zu sein, weil viele Bundesstaaten angesichts der sich beschleunigenden Krise mit neuen Verordnungen dem Rauswurf von Hausbesitzern einen vorübergehenden Riegel vorgeschoben hätten. Im dritten Quartal sind knapp 766'000 Immobilien zwangsvollstreckt worden. Dies waren 71 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

SDA/bru

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