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Unia fordert ein Verbot von Eurolöhnen

Im Zuge der Exportkrise überlegen sich Schweizer Firmen, die Löhne an den Euro zu koppeln. Die Gewerkschaft Unia möchte solchen Massnahmen nun endgültig den Riegel schieben.

Verlangt eine scharfe Kontrolle der Banken: Unia-Mitarbeiter demonstrieren für die Setzung einer Euro-Untergrenze. Archivbild)
Verlangt eine scharfe Kontrolle der Banken: Unia-Mitarbeiter demonstrieren für die Setzung einer Euro-Untergrenze. Archivbild)
Keystone

Die Gewerkschaft Unia will verbieten, dass Schweizer Firmen ihren Angestellten die Löhne in Euro auszahlen. Heute übergaben Unia-Delegierte der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) in Bern dem Bundesrat eine entsprechende Petition mit 1800 Unterschriften.

«Wir bestehen auf dem Prinzip Schweizer Löhne für Arbeit in der Schweiz», sagte Unia-Co-Präsident Renzo Ambrosetti gemäss Medienmitteilung auf dem Bundesplatz.

Unia verlangt «scharfe Kontrolle» der Banken

Werde daran gerüttelt, seien die flankierenden Massnahmen und damit die bilateralen Verträge nicht mehr zu halten. Denn Eurolöhne wie auch Lohnabschläge für Grenzgänger verstossen gemäss Ambrosetti gegen das gesetzliche Diskriminierungsverbot.

Mit der Petition verlangt die Unia zudem eine «scharfe Kontrolle der Banken» sowie eine Devisenhandelsabgabe, aus der eine Wechselkursrisiko-Versicherung für die Exportindustrie finanziert werden solle.

In seiner Rede anlässlich der Petitionsübergabe forderte Ambrosetti auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) zu weiteren Schritten auf. «Die SNB muss mit Unterstützung der Politik einen vernünftigen Frankenkurs von 1.40 pro Euro verteidigen», sagte er. Denn die aktuelle Wechselkursspekulation lasse sich nicht mit betrieblichen Massnahmen bekämpfen. Dazu brauche es die SNB.

SDA/wid

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