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Tunnelreiniger täuschen Kunden

161'000 Franken Busse: Die Wettbewerbskommission büsst drei Mitglieder eines Kartells. Eine Firma kommt ungeschoren davon.

Ein Arbeiter reinigt eine Rohranlage des Neat-Gotthardtunnels (Symbolbild).
Ein Arbeiter reinigt eine Rohranlage des Neat-Gotthardtunnels (Symbolbild).
Keystone

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat die Mitglieder eines Tunnelreinigungs-Kartells mit insgesamt 161'000 Franken gebüsst. Die drei an dem Kartell beteiligten Unternehmen hätten sich während Jahren über Preise und Zuschläge abgesprochen, teilte die Weko mit.

Bei den drei Unternehmen handelt es sich um:

  • ISS Kanal Services AG
  • Franz Pfister Maschinelle Reinigungs AG
  • Besa Strassenunterhalt AG.

Zwischen 2008 und 2013 hätten die drei Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen ihre Offertpreise abgesprochen und vereinbart, wer den Auftrag in einer bestimmten Region erhalten sollte, schreibt die Weko.

Reduktion der Busse

Da alle drei Unternehmen im Verlauf der Untersuchung ihre Beteiligung an dem Kartell offengelegt hätten, profitierten sie von einer Reduktion der Busse, teilte die Weko mit.

Die Reduktionen sehen folgendermassen aus:

  • Die ISS Kanal Services AG muss gar keine Busse zahlen, da sie sich gegenüber den Behörden als Erste selbst angezeigt hatte.
  • Die zweite Firma, die Franz Pfister Maschinelle Reinigungs AG, muss nur die Hälfte der Busse bezahlen.
  • Die Besa Strassenunterhalt AG, die sich zuletzt angezeigt hatte, erhält nur zehn Prozent Reduktion auf die Busse.

Der Entscheid der Weko kann an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden.

SDA/spu

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