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Treibt dieses Auto Tesla in den Bankrott?

Mitte 2017 soll mit der Herstellung des Tesla 3 begonnen werden. Ein Hedgefonds-Manager glaubt, dass das Unternehmen noch vor der Auslieferung pleitegehen wird.

In der Schweiz kann der Tesla 3 seit Mitte März 2016 für 1000 Franken vorbestellt werden.
In der Schweiz kann der Tesla 3 seit Mitte März 2016 für 1000 Franken vorbestellt werden.
Justin Prichard, Keystone
Hedgefonds-Manager Mark Spiegel glaubt, dass das Unternehmen noch vor der Auslieferung des Tesla 3 pleite gehen wird.
Hedgefonds-Manager Mark Spiegel glaubt, dass das Unternehmen noch vor der Auslieferung des Tesla 3 pleite gehen wird.
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Elon Musk müsse den Startpreis erhöhen und sich Partner suchen, um die nächsten Jahre in der Autoindustrie zu überleben.
Elon Musk müsse den Startpreis erhöhen und sich Partner suchen, um die nächsten Jahre in der Autoindustrie zu überleben.
Francois Mori, Keystone
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Seit März 2016 können Kunden den Tesla 3 in der Schweiz für 1000 Franken vorbestellen. Mit der Herstellung soll Mitte 2017 begonnen werden, die voraussichtliche Auslieferung soll ab Mitte 2018 (oder später) erfolgen, heisst es auf der Tesla-Homepage.

Der Elektroautobauer, der das Modell 3 für den Preis von 35'000 Dollar – gemeinläufig wird auch vom Volks-Tesla gesprochen – versprochen hat, erleide am Ende jedoch Schiffbruch, glaubt der US-Hedgefondsmanager Mark Spiegel.

Spiegel ist sogar davon überzeugt, dass die Tesla-Aktie bald wertlos sein wird – wegen der hohen Schulden nennt er das preisliche Ziel «null Dollar», wie das US-Wirtschaftsmagazin «Fortune» schreibt.

Präsentation des Model 3 vom 31. März 2016. (Quelle: tesla.com)

In seiner 152-seitigen Präsentation, die Spiegel letzte Woche an einer Investoren-Konferenz vorgestellt hatte, machte er deutlich, was auf Tesla zukommen wird. Da wäre der verstärkte Wettbewerb: Die etablierte Autoindustrie werde in den nächsten Jahren voll in den Markt der Elektroautos einsteigen. Aber auch der Startpreis von 35'000 Dollar ist für Spiegel massgebend: Bei diesem viel zu tiefen Preis fahre Tesla einen gigantischen Verlust ein.

Spiegels Rechnung beinhaltet Einsparungen bei den Materialien, Produktionsabläufen und den Batterien. Unterm Strich prophezeit Spiegel dem Elektroautobauer einen durchschnittlichen Verlust von mehreren Tausend Dollar pro verkauftem Auto. Das sass: Nach der Präsentation, von welcher die Medien ausgeschlossen waren, verlor die Tesla-Aktie bei Börsenschluss drei Prozent; zwei Tage später, als die Zahlen öffentlich wurden, fiel der Wert der Papiere um weitere vier Prozent.

Braucht Tesla Partner?

Der Hedgefonds-Manager hatte aber auch eine vermeintliche Lösung parat: Tesla müsse für das Modell 3 mindestens 50'000 Dollar verlangen, den Preis also (um 43 Prozent) erhöhen, so, wie es die Firma schon beim Model S getan hatte.

Dann aber könne der 3er nicht mehr mit den Autos der Konkurrenz mithalten, ist Spiegel überzeugt. Denn diese würden den Markt demnächst mit Langstrecken-Elektroautos fluten. Die Industrie könne es sich sogar erlauben, ein paar Jahre Elektroautos durch die Gewinne der anderen Modelle zu subventionieren. Diese Option habe Musk nicht.

Dass Tesla allein über die Produktion von Autos die nächsten zehn Jahre überleben kann, sei eher unwahrscheinlich, schreibt das Magazin für Start-ups «gruenderszene.de»

Elon Musk müsse sich Partner suchen, sonst werde sein Unternehmen in der Reihe der vielen Autohersteller landen, die für ein paar Jahre innovative Fahrzeuge auf den Markt gebracht hätten, um dann wieder zu verschwinden.

Mark Spiegel äussert sich Mitte August 2016 bei CNBC über Tesla (Quelle: CNBC)

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