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Swiss transportiert deutlich mehr Passagiere

Im April hat die Fluggesellschaft Swiss einen Drittel mehr Passagiere befördert als ein Jahr zuvor. Die Maschinen konnten zudem besser gefüllt werden. Dennoch spürt die Swiss einen Fukushima-Effekt.

Über 20 Prozent mehr Swiss-Flüge im April: Swiss-Flugzeuge auf dem Rollfeld des Flughafens Kloten.
Über 20 Prozent mehr Swiss-Flüge im April: Swiss-Flugzeuge auf dem Rollfeld des Flughafens Kloten.
Keystone

Die Fluggesellschaft Swiss hat im April 2011 deutlich mehr Passagiere transportiert als ein Jahr zuvor, als der Vulkanausbruch auf Island den europäischen Flugverkehr behinderte. Die Swiss-Maschinen konnten zudem besser gefüllt werden.

Die Swiss transportierte weltweit 1,29 Millionen Passagiere, dies ist rund ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Inklusive der Chartertochter Edelweiss Air flogen 1,37 Millionen Passagiere mit Swiss.

Vulkanausbruch hat Einfluss auf Passagierzahlen

Der Vulkanausbruch auf Island hat die Zahlen der Tochtergesellschaft des deutschen Lufthansa-Konzerns indes verzerrt. Vergleicht man die Passagierzahlen der Swiss mit April 2009, ist der Anstieg deutlich kleiner. Damals flogen 1,16 Millionen Passagiere mit der Fluggesellschaft.

Die Auslastung der Swiss-Flugzeuge, der so genannte Sitzladefaktor, stieg auf dem gesamten Streckennetz um 1,9 Prozentpunkte auf 81,9 Prozent, wie das Unternehmen weiter bekannt gab. Während bei den Interkontinentalstrecken die Auslastung auf Vorjahresniveau blieb, verbesserte sie sich auf den Europaflügen um 6,4 Prozentpunkte auf 76,9 Prozent.

Fukushima-Effekt spürbar

Die Zahl der Flüge erhöhte sich um 23,2 Prozent auf 12'386. Hauptverantwortlich ist ebenfalls der Vulkanausbruch, auf Grund dessen bei der Swiss Mitte April 2010 1885 Flüge gestrichen werden mussten, wie es auf Anfrage bei Swiss hiess. Insgesamt waren 202'184 Passagiere betroffen.

Während drei Tagen (17. bis 19. April) konnten überhaupt keine Flüge durchgeführt werden. Davon beeinflusst stieg auch die Zahl angebotener Sitzkilometer um starke 24,6 Prozent im Vergleich zum Krisenmonat April 2010 an.

Doch auch im April dieses Jahres machten sich weltweite Krisen bemerkbar. So spürte die Swiss den Effekt der Tsunami- und Atomkatastrophe in Japan. In der Region Asien/Pazifik seien die Maschinen weniger gut ausgelastet gewesen als vor einem Jahr, teilt Swiss mit. Zudem beeinflussten die politischen Unruhen in Ägypten die Auslastung der Flüge nach Kairo negativ.

Der volumenmässige Frachtladefaktor der Swiss World Cargo lag bei 77,9 Prozent, 4,5 Prozentpunkte tiefer als vor einem Jahr. Demgegenüber stiegen die Frachttonnenkilometer um 16,3 Prozent.

Starker Anstieg im ganzen Konzern

Der gesamte Lufthansa-Konzern – der nebst der Swiss auch die Fluggesellschaften Austrian Airlines, British Midland und Germanwings unter einem Dach vereint – konnte die Passagierzahl im April um 31,5 Prozent auf 8,83 Millionen steigern und damit fast gleich stark wie die Swiss. Der Sitzladefaktor betrug indes nur 76,3 Prozent. Er ist damit gleich hoch wie im krisenbelasteten Vorjahr.

SDA/kpn, pbe

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