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Berliner Flughäfen liegen weiterhin lahm

Der Streik des Flughafenpersonals in Berlin dauert an. Bisher wurden rund 650 Flüge gestrichen, unter anderem auch jene nach Zürich.

Streik des Bodenpersonals: Eine Anzeigetafel  auf dem Flughafen Schönefeld informiert über gestrichene und umgeleitete Flüge. (13. März 2017)
Streik des Bodenpersonals: Eine Anzeigetafel auf dem Flughafen Schönefeld informiert über gestrichene und umgeleitete Flüge. (13. März 2017)
Ralf Hirschberger/DPA, Keystone
Die Abfertigungsschalter am Flughafen Schönefeld sind menschenleer.
Die Abfertigungsschalter am Flughafen Schönefeld sind menschenleer.
Ralf Hirschberger/DPA, Keystone
Kampf für einen Euro mehr Lohn pro Stunde: Streikende Mitarbeiter des Bodenpersonals am Flughafen Tegel.
Kampf für einen Euro mehr Lohn pro Stunde: Streikende Mitarbeiter des Bodenpersonals am Flughafen Tegel.
Jörg Carstensen/DPA, Keystone
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Wegen eines Streiks des Bodenpersonals der Flughäfen Tegel und Schönefeld sind fast alle Flüge von und nach Berlin am Montag gestrichen worden. Die Gewerkschaft Verdi hatte rund 2000 Beschäftige zum Streik zwischen Montag 4 Uhr und Dienstag gegen 5 Uhr aufgerufen.

448 Abflüge in Tegel und 194 Abflüge in Schönefeld würden voraussichtlich ausfallen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg am späten Sonntagabend. Es könnten demnach noch mehr werden. «Wir bitten alle Passagiere, sich vor Reisebeginn bei Ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu erkundigen.»

Auch Swiss, Airberlin und Easyjet betroffen

Bei der Fluggesellschaft Swiss fallen alle Flüge von und nach Berlin aus. Das erklärte eine Swiss-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der Abendflug am Sonntag werde zudem nach Dresden umgeleitet, von wo die Passagiere mit Bussen nach Berlin transportiert würden.

Betroffen vom Streik sind auch die Verbindungen der Fluggesellschaft Airberlin von Zürich nach Berlin. Passagiere müssten erneut mit Verzögerungen, Flugausfällen und insbesondere starken Einschränkungen bei der Gepäckabfertigung rechnen, schreibt AirBerlin auf ihrer Internetseite. Alle Gäste würden gebeten, sich online regelmässig über den Status ihres Fluges zu informieren.

Ersatzflüge über Dresden

Die Billigfluglinie Easyjet, die von Basel aus nach Berlin fliegt, arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Auswirkungen des Streiks zu minimieren. Aber auch hier wird es zu Stornierungen und Verzögerungen kommen, wie es auf der Internetseite heisst. Easyjet werde mit betroffenen Kunden per E-Mail und SMS Kontakt aufnehmen.

Von dem Streik war auch die dreitägige Reise von Berlins Regierungschef Michael Müller nach Moskau betroffen. Die Senatskanzlei musste Ersatzflüge über Dresden organisieren.

Tarifkstreik spitzt sich zu

Erst am Freitag waren Hunderte Flüge in Tegel und Schönefeld ausgefallen. Der Ausstand traf auch zahlreiche Besucher der am Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in der Hauptstadt, die am Sonntagabend endete. Wie schon bei früheren Streiks leiteten einige Fluglinien bestimmte Flüge um, etwa nach Dresden und Leipzig, deren Flughäfen jeweils rund 25 Landungen übernahmen.

Der Tarifstreik an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld hat sich weiter zugespitzt. Weil es am Wochenende kein neues Angebot der Arbeitgeber gab, war der neue Ausstand für Verdi unausweichlich.

Die Gewerkschaft fordert bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde für die Mitarbeiter des Bodenpersonals. Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne in allen Entgeltgruppen an - bei einer Laufzeit von drei Jahren und mit einem Gesamtvolumen von acht Prozent mehr Geld.

SDA/mch/chi

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