Zum Hauptinhalt springen

Swiss in den roten Zahlen

Die Fluggesellschaft schreibt zum ersten Mal seit 2005 einen Verlust in einem Quartal – trotz einer höheren Zahl an Passagieren und Flügen sowie einer besseren Auslastung.

Verlust für die Muttergesellschaft: Swiss-Flieger und eine Maschine der deutschen Lufthansa auf dem Flughafen Kloten.
Verlust für die Muttergesellschaft: Swiss-Flieger und eine Maschine der deutschen Lufthansa auf dem Flughafen Kloten.
Keystone

Nun schreibt auch die Fluggesellschaft Swiss rote Zahlen: Von Januar bis Ende März 2010 betrug der operative Verlust 10 Millionen Franken, wie die Swiss am Mittwoch mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Swiss noch einen Betriebsgewinn von 63 Millionen erzielt. Der Ertrag sank im ersten Quartal nur leicht um 0,5 Prozent auf 1,075 Mrd. Franken.

Damit erwirtschaftete die Schweizer Airline erstmals sein 2005 einen operativen Quartalsverlust. Die Lufthansa-Tochter macht dafür den starken Franken, stark gestiegene Treibstoffpreise und die niedrigen Durchschnittserträge verantwortlich. Bereits am Dienstag hatte die deutsche Muttergesellschaft einen operativen Verlust von 330 Millionen Euro bekanntgegeben.

Hoffnung auf Besserung im Laufe des Jahres

Die Swiss beförderte 3,24 Millionen Passagiere – deutlich mehr als im Vorjahresquartal als noch 2,95 Millionen registriert worden waren. Die Anzahl der Flüge stieg um 6,6 Prozent. Die Auslastung verbesserte sich zum Vorjahr insgesamt um 5,1 Prozentpunkte auf 78,3 Prozent.

Der Geschäftsverlauf habe sich während des Quartals verbessert, schrieb die Fluggesellschaft in einer Mitteilung. Swiss-Chef Harry Hohmeister erwartet laut dem Communiqué eine «schrittweise Erholung im Verlauf des Jahres». Eine schnelle, nachhaltige Erholung der Durchschnittserträge mit einer Rückkehr auf das Niveau der Jahre 2007 und 2008 sei allerdings nicht in Sicht.

Ein Effekt der Aschewolke des isländischen Vulkans ist in Bilanzen noch nicht enthalten. Der Ausbruch hatte erst im April den europäischen Flugverkehr gelähmt. Swiss rechnet nach früheren Angaben mit Kosten in Höhe eines mittleren, zweistelligen Millionenbetrags.

SDA/raa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch