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Swiss fliegt zurück in die schwarzen Zahlen

Mehr Passagiere, bessere Auslastung: Die Swiss hat im ersten Halbjahr 2013 72 Millionen Franken verdient – 18 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ganz anders der Mutterkonzern Lufthansa.

Wieder im Höheflug: EIne Maschine der Fluggesellschaft Swiss startet am Flughafen Zürich.
Wieder im Höheflug: EIne Maschine der Fluggesellschaft Swiss startet am Flughafen Zürich.
Keystone

Den hohen Treibstoffpreisen und dem Konkurrenzdruck zum trotz hat die Fluggesellschaft Swiss in der ersten Jahreshälfte schwarze Zahlen geschrieben. Nach den ersten drei Monaten des Jahres hatte noch ein operativer Verlust zu Buche gestanden.

Dass der operative Halbjahresgewinn mit 72 Millionen Fr. nun dennoch 18 Prozent über dem Vorjahreswert zu liegen kam, ist gemäss Swiss auf eine Stabilisierung des Marktumfelds und des Geschäftsgangs während des zweiten Quartals zurückzuführen. Zum besseren Ergebnis beigetragen habe auch bereits das Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm Score, das derzeit im ganzen Lufthansa-Konzern läuft.

«Wir stellen eine Trendwende im Markt fest», wird Swiss-Chef Harry Hohmeister in der Mitteilung vom Freitag zitiert. Die Situation bleibe jedoch aufgrund der hohen Ölpreise angespannt, die Wende bei den Ergebnissen der Swiss sei aber noch nicht geschafft. Im Communiqué wird denn auch erneut darauf hingewiesen, wie wichtig für die Swiss strukturelle Anpassungen im Europaverkehr seien.

Namentlich genannt werden dabei zwar nur die Einführung einer neuen Tarifstruktur für Flüge ab dem Flughafen Genf und der Aufbau eines eigenen Korps für die ab Cointrin operierenden Flugzeuge. Von Bedeutung dürfte für die Swiss aber auch die Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag mit den Piloten sein, die derzeit blockiert sind.

Bessere Auslastung

Dem guten Ergebnis für das zweite Quartal - von April bis Juni hat die Swiss den operativen Gewinn um fast 50 Prozent auf 96 Millionen Fr. steigern können - liegt ein Umsatzplus zugrunde. So stieg der Ertrag der Fluggesellschaft im Halbjahr um 3 Prozent auf 2,52 Milliarden Franken.

Insgesamt wurden auf Swiss-Flügen 7,77 Millionen Passagieren transportiert. Das sind 0,9 Prozent mehr als 2012. Die Sitzplätze waren dabei zu 82,6 Prozent besetzt. Ihre Auslastung hat die Swiss damit um 1,3 Prozentpunkte steigern können, obwohl die Zahl der Flüge um 3,1 Prozent sank und die angebotene Flugkapazität durch einen höheren Anteil längerer Flüge und grösserer Flugzeuge um 2,9 Prozent stieg. Unter anderem wurde im Mai Singapur als neues Ziel in den Flugplan aufgenommen.

Konzern schreibt noch rot

Die Sitze in den Swiss-Flugzeugen waren auch besser besser besetzt als jene in Lufthansa-, Germanwings- oder Austrian-Airlines-Flugzeugen. Der Lufthansa-Konzern wies für die erste Jahreshälfte einen so genannten Sitzladefaktor von 78,1 Prozent aus.

Trotz einer Steigerung der Auslastung schrieb der deutsche Mutterkonzern der Swiss ein rotes Halbjahresergebnis. Nach dem verlustreichen Start ins Jahr stand nach sechs Monaten unter dem Strich noch ein Minus von 204 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Luftfahrtunternehmen noch einen Gewinn von 50 Millionen Euro erzielt.

Der operative Gewinn schrumpfte um 69 Prozent auf noch 72 Millionen Euro. Um Kosten für den Konzernumbau und andere Sondereffekte bereinigt habe sich das operative Ergebnis allerdings um über 230 Millionen Euro verbessert, hiess es am Freitag. Der Halbjahresumsatz fiel um knapp 50 Millionen Euro auf 14,45 Milliarden Euro. Die Lufthansa schrieb damit ein besseres Resultat als allgemein von Analysten erwartet.

SDA/wid

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