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Stahl Gerlafingen führt Kurzarbeit ein

Die Nachfrage nach Industriestahl und Armierungsmatten gingen massiv zurück, die Lagerkapazitäten sind ausgeschöpft. Deshalb führt die Stahl Gerlafingen AG für über 200 Angestellte Kurzarbeit ein.

Der in den letzten Monaten erfolgte Einbruch des Industriestahlmarkts in ganz Europa dauere an. Auch die Nachfrage nach Halbfabrikaten für den Export sei zum Erliegen gekommen, schreibt die Stahl Gerlafingen in der Mitteilung vom Donnerstag. Zudem sei die konjunkturelle Entwicklung in den wichtigen Exportländern Deutschland und Frankreich schlecht. Das Unternehmen drosselt deshalb die Produktion. Das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit hat die Kurzarbeit bewilligt.

Betroffen sind 149 Mitarbeiter im Stahlwerk und 62 in der Mattenfabrik. Anfang letzter Woche war bereits Kurzarbeit für 35 Mitarbeiter der Industriestahl-Walzenstrasse eingeführt worden. Die ausgefallenen Stunden werden zu 80 Prozent entschädigt, der 13. Monatslohn ist garantiert, wie es heisst. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 593 Mitarbeiter.

Die Stahl Gerlafingen passt auch den Investitionsplan an. Der Umbau des Walzwerks sei im Gang und werde weitergeführt, hiess es. Der Bau der neuen Giesshalle und Giessanlage wurde überprüft und verzögert sich um ein halbes Jahr. Noch offen sind die Entscheide für die letzte Ausbauetappe mit dem Schmelzofen und der Schrotthalle. Sie hängen neben der weiteren Marktentwicklung auch von den Strompreisen ab, wie es heisst.

AP/sam

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