«Staatlicher Dirigismus, falsche Anreize»

Economiesuisse kritisiert die Energiestrategie des Bundesrats. Der Wirtschaftsdachverband findet, Nachhaltigkeit werde politisch falsch definiert. Und der inhaltliche Schwerpunkt liege zu stark bei der Ökologie.

Ökonomische und soziale Fragen seien genauso wichtig wie die Ökologie, so Economiesuisse: Das Windrad «Adonis» in Charrat im Wallis. (Archivbild)

Ökonomische und soziale Fragen seien genauso wichtig wie die Ökologie, so Economiesuisse: Das Windrad «Adonis» in Charrat im Wallis. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Der neue Economiesuisse-Präsident Rudolf Wehrli warnt davor, den Begriff der Nachhaltigkeit auf die ökologische Dimension zu reduzieren. Genauso wichtig seien ökonomische und soziale Fragen, sagte Wehrli heute an der Jahresmedienkonferenz des Wirtschaftsdachverbandes in Zürich.

Mit Sorge verfolge die Wirtschaft, dass im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit die Schwerpunkte nebst der Verkehrsfinanzierung vor allem in der Energiestrategie 2050 des Bundesrates lägen. Diese setze zu stark auf staatlichen Dirigismus, statt die Marktkräfte zu stärken, teilte Economiesuisse mit.

Jeder Verkehrsnutzer soll volle Kosten tragen

Im Verkehr bestünden heute viele falsche finanzielle Anreize für die Nutzer. Mobilität sei generell zu billig, darum steige der Verkehr stetig an. Economiesuisse werde deshalb weiterhin auf die «Vision eines verkehrsträgerübergreifenden Mobility Pricings» hinarbeiten, bei dem jeder Nutzer die vollen Kosten trägt.

Nachhaltigkeit sei jedoch auch in ökonomischen und sozialen Fragen wichtig. So müsse das duale Berufsbildungssystem gestärkt werden, denn dieses garantiere breite Berufschancen für viele. Zugleich biete es grosse Durchlässigkeit nach oben.

rbi/sda

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