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So wird sich Dougan dem US-Senat präsentieren

Mit Spannung wird der heutige Auftritt von CS-Chef Brady Dougan vor dem US-Senat erwartet. Eine Stellungnahme der Grossbank gewährt bereits Einblick in die Aussagen des Amerikaners.

1800 Berater sollen auf US-Kunden angesetzt worden sein: Untersuchungsbericht des US-Senatsausschusses zur Credit Suisse. (26. Februar 2014)
1800 Berater sollen auf US-Kunden angesetzt worden sein: Untersuchungsbericht des US-Senatsausschusses zur Credit Suisse. (26. Februar 2014)
Keystone
Der demokratische Senator Carl Levin steht vor der Pensionierung. 2009 knüpfte er sich UBS-Banker vor, jetzt lässt er die CS-Führung vor dem Senat aufmarschieren. (27. April 2010)
Der demokratische Senator Carl Levin steht vor der Pensionierung. 2009 knüpfte er sich UBS-Banker vor, jetzt lässt er die CS-Führung vor dem Senat aufmarschieren. (27. April 2010)
Keystone
Formell befindet sich die CS noch immer in einer Untersuchung wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung durch das US-Justizministerium (und ist damit in der «Kategorie 1» beim Justizministerium eingeteilt): Generalstaatsanwalt Eric Holder. (21. Februar 2014)
Formell befindet sich die CS noch immer in einer Untersuchung wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung durch das US-Justizministerium (und ist damit in der «Kategorie 1» beim Justizministerium eingeteilt): Generalstaatsanwalt Eric Holder. (21. Februar 2014)
Keystone
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Credit-Suisse-CEO Brady Dougan wird in der heutigen Anhörung im US-Senat voraussichtlich eingestehen, dass es im Umgang mit amerikanischen Kunden in der Vergangenheit zu Fehlverhalten kam. Das Management habe jedoch davon keine Kenntnis gehabt.

Dies geht aus der offiziellen Stellungnahme der Credit Suisse hervor, welche die Grossbank im Vorfeld der Anhörung im US-Senat den amerikanischen Behörden eingereicht hatte und die der Nachrichtenagentur SDA vorliegt. Neben Brady Dougan werden sich auch Chefjurist Romeo Cerutti und die beiden Chefs des Privatbankgeschäfts, Hans-Ulrich Meister und Robert Shafir, den Fragen im US-Senat stellen.

«Wir möchten zu Beginn festhalten, dass die Credit Suisse die historische Realität, dass Schweizer Gesetze zum Schutz der Kundenidentität anfällig auf Missbrauch waren und auch missbraucht wurden, anerkennt», heisst es in der Stellungnahme der Credit Suisse.

Namentlich sei klar, dass einige US-Kunden von Schweizer Banken das Schweizer Bankgeheimnis als einen Weg sahen, die Tatsache zu verstecken, dass nicht all ihr Einkommen bei den lokalen Steuerbehörden deklariert und versteuert gewesen sei, heisst es weiter.

CS-Banker haben beim Verstecken geholfen

«Zu unserem tiefen Bedauern ist auch klar, dass einige in der Schweiz stationierte Banker der Credit Suisse ihren US-Kunden beim Verstecken von Einkommen und Anlagen geholfen zu haben scheinen», heisst es in dem Bericht, dessen erster Teil als direkte Rede von Bankchef Dougan verfasst ist, weiter.

Obwohl es für Schweizer Banken weder illegal war noch ist, Gelder von Amerikanern zu akzeptieren, sei es absolut inakzeptabel, wenn in der Schweiz stationierte Banker US-Steuerzahlern bei der Umgehung von Steuern geholfen haben, heisst es in dem Bericht weiter.

«Obwohl das Fehlverhalten der Angestellten gegen unsere Grundsätze verstiess und dem exekutiven Management nicht bekannt war, akzeptieren wir die Verantwortung und bedauern die Tätigkeiten dieser Mitarbeitenden zutiefst», heisst es weiter.

Im Bericht wird ausserdem auf die bisher vorgenommenen Verbesserungen hingewiesen. Seit der Untersuchungsausschuss des US-Senats 2008 auf die Missbräuche des Schweizer Bankgeheimnisses hingewiesen habe, habe die Credit Suisse proaktive Schritte unternommen, um sicherzustellen, dass nur US-Kunden, welche die Befolgung der US-Steuergesetze nachwiesen, Kunden der Bank sein könnten, heisst es.

In der Stellungnahme weist die Credit Suisse ausserdem auf die starke persönliche Verflechtung ihrer Führungsetage mit den USA hin. «Robert Shafir und ich sind amerikanische Bürger», wird Dougan zitiert. «Ich bin der erste amerikanische CEO einer Schweizer Grossbank», heisst es weiter. Die Credit Suisse habe tiefe Wurzeln in den USA, die bis auf das 18. Jahrhundert zurückgingen.

SDA/mrs

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