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So hoch ist Joiz' Schuldenberg

Wegen Überschuldung hat Joiz den Betrieb eingestellt. Jetzt wird öffentlich, wie viel Geld der Jugendsender seinen Gläubigern schuldet.

Wird es bald nicht mehr geben: Die Büro-Räumlichkeiten des Senders Joiz in Zürich. (Archivbild)
Wird es bald nicht mehr geben: Die Büro-Räumlichkeiten des Senders Joiz in Zürich. (Archivbild)
Christian Beutler, Keystone
Auch Mike Pelzer und Julian Thorner kündigten letztes Jahr: Hier Pelzer bei der Moderation der Sendung «Living Room». (Archivbild)
Auch Mike Pelzer und Julian Thorner kündigten letztes Jahr: Hier Pelzer bei der Moderation der Sendung «Living Room». (Archivbild)
Christian Beutler, Keystone
Von der Schliessung in der Schweiz sind gemäss den Angaben 75 Mitarbeitende betroffen, die sich 57 Vollzeitstellen teilen.
Von der Schliessung in der Schweiz sind gemäss den Angaben 75 Mitarbeitende betroffen, die sich 57 Vollzeitstellen teilen.
Christian Beutler, Keystone
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Am 22. August ging die Ära vom Schweizer Jugendsender Joiz zu Ende. Der Verwaltungsrat hat wegen Überschuldung die Bilanzen der beiden Schweizer Firmen Joiz Schweiz AG und Joiz IP AG beim Konkursgericht Zürich deponiert.

Nun offenbart sich das Ausmass der Misere: Die Joiz Schweiz AG ist mit etwas mehr als vier Millionen Franken überschuldet, wie die «Handelszeitung» schreibt. Die Joiz IP AG stünde sogar mit einem Minus von 7,8 Millionen Franken in der Kreide.

«Keine Games oder so einen Scheiss»

Der deutsche Ableger Joiz Germany wird weitergeführt. Wie seine Zukunft genau aussieht, ist jedoch ungewiss. Etwa zeitgleich zur Schliessung des Schweizer Muttersenders wurde die Übernahme durch einen neuen, deutschen Mehrheitsaktionär angekündigt.

80 Prozent gehören nun dem Berliner Immobilien-Unternehmer Uwe Fabich, 20 Prozent verbleiben bei der Mediengruppe DuMont, wie die «Gründerszene» berichtet.

Fabich soll kein Interesse an der Fortführung eines Teenager-Senders haben. Er wolle einen Musikkanal schaffen. «Ob das unter der Marke Joiz geschieht oder unter einer anderen, ist egal», sagt Fabich zur «Gründerszene». Und weiter: «Auf jeden Fall werden die Moderatoren keine Games oder so einen Scheiss in der Sendung besprechen.» Fabich hält fest, dass ohne seine Intervention der Sender am nächsten Tag insolvent gegangen wäre.

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