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SNB führt Politik des billigen Geldes fort

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) versorgt die Wirtschaft weiterhin grosszügig mit billigem Geld. Vor dem Hintergrund der Franken-Stärke peilt sie unverändert einen Leitzins von rekordtiefen 0,25 Prozent an.

Der Leitzins bleibt unverändert: Zweigniederlassung der Schweizerischen Nationalbank in Genf.
Der Leitzins bleibt unverändert: Zweigniederlassung der Schweizerischen Nationalbank in Genf.
Keystone

Die SNB geht davon aus, dass die Wirtschaft dieses Jahr um 2,5 Prozent wächst, wie sie am Donnerstag mitteilte. Bei ihrer letzten Lagebeurteilung im Juni hatte sie ein Wachstum von rund 2 Prozent vorhergesagt. Für 2011 gab die Notenbank keine konkrete Prognose ab. Sie rechnet aber mit einer deutlichen Abschwächung des Wachstums, nachdem die Erholung zuletzt überraschend stark war.

Sorgen bereitet der Nationalbank nicht nur die abnehmende Dynamik der Weltkonjunktur, sondern auch die starke Franken-Aufwertung. Erwartungsgemäss machte sie aber keine Angaben zu allfälligen Interventionen auf dem Devisenmarkt.

Bei Deflationsgefahr, die sich aus der Franken-Aufwertung ergeben könnte, will sie «die notwendigen Massnahmen» ergreifen, um die Preisstabilität zu gewährleisten, erklärte die SNB lediglich.

Immobilienmarkt im Fokus

Volle Aufmerksamkeit widmet die Nationalbank weiterhin dem Immobilienmarkt. Allerdings habe sich das Wachstum bei den Hypothekarkrediten und den Immobilienpreisen leicht entschleunigt.

Mit Blick auf eine allfällige Zinswende zeigte sich die Nationalbank zurückhaltender als noch im Juni. Damals hatte sie erklärt, die expansive Geldpolitik könne nicht über den gesamten Prognosehorizont bis 2012 weitergeführt werden. Nun korrigierte sie ihre Inflationsprognosen nach unten.

Die SNB erwartet für 2010 noch eine Teuerungsrate von 0,7 (Juni-Prognose: 0,9) Prozent. 2011 dürfte sie auf 0,3 (1,0) Prozent sinken und 2012 auf 1,2 (2,2) Prozent anziehen. Damit bleiben die Raten unter der Marke von 2 Prozent, die als Grenze für die Preisstabilität gilt. Die SNB räumte aber ein, dass ihre expansive Geldpolitik langfristig Risiken für die Preisstabilität berge.

SDA/bru

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