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SMI mit Kursgewinnen – UBS und CS legen zu

Nach dem Rally an der Wallstreet hat die Schweizer Börse zum Wochenschluss erfreulich eröffnet. Die UBS-Titel klettern um 4,8 Prozent.

Am Tag nach dem Staatseingriff ins Bankensystem wartet die Schweizer Börse mit deutlichen Kursgewinnen auf. In der ersten Handelssstunde legt das Börsenbarometer der Grosskonzerne SMI um 4,2 Prozent zu.

Die im Zentrum des Interesse stehenden Grossbanken sind gut in den Börsentag gestartet. Die UBS-Titel klettern beflügelt vom staatlichen Rettungspaket um 4,8 Prozent, während die Credit-Suisse-Aktien gar um 6,8 Prozent nach oben schossen.

Danach bröckelten aber die Kurse wieder ab. CS lagen bis gegen 9.35 Uhr noch um 4,9 Prozent im Plus auf 47.74 Franken. UBS notierten mit 19.31 Fr. nur noch 1,1 Prozent höher als am Vortag.

Weg mit dem Ramsch

Der massive Abbau von hochriskanten und illiquiden US- und Nicht- US-Vermögenswerten bei der UBS ist im Urteil der Bank Vontobel sehr positiv. Dank der Auslagerung von Risikopositionen in Höhe von bis zu 60 Mrd. Dollar sinke das Risiko weiterer bedeutender Wertberichtigungen deutlich, kommentierte die ZKB.

Die UBS habe damit die Risikopositionen deutlich stärker reduziert als andere Banken. Der UBS-Reingewinn von 296 Mio Fr. im dritten Quartal stamme aus einem «Gewinn» aus der Neubewertung eigener Verpflichtungen sowie einer weiteren Steuergutschrift. Ohne diese Sonderfaktoren hätte ein Verlust von beinahe 3 Mrd. Fr. resultiert, berechnete die ZKB.

Mit Besorgnis nehmen die Analysten den starken Geldabfluss bei der UBS zur Kenntnis. Im Urteil der ZKB bleibt es offen, wann wieder Nettozuflüsse erzielt werden können. Etwas positiver gibt sich diesbezüglich Vontobel.

Überleben gesichert

Dank der hohen Tier-I-Kernkapitalquote sollte es der UBS gelingen, das Wachstum abfliessender Gelder zu verlangsamen und im ersten oder zweiten Quartal des nächsten Jahres wieder Neugelder anzuziehen. Der gute Ruf und das Vertrauen sollten nach Meinung von Vontobel zurückkehren, da mit der Regierungsmassnahme alle Fragezeichen zur langfristigen Überlebensfähigkeit von UBS ausgeräumt wurden.

Die gestrige Ankündigungen der Credit Suisse stellten für die ZKB die grössere Überraschung dar, als diejenigen der UBS. Dies vor dem Hintergrund, dass sich CS-Chef Brady Dougan vor einer Woche noch sehr zuversichtlich gezeigt habe.

Für Vontobel ist der CS-Verlust im dritten Quartal mit 1,3 Mrd. Fr. überraschend hoch ausgefallen. Als Hauptgründe orten die Analysten über Erwarten hohe Abschreibungen sowie ein negatives Handelsergebnis. Erfreulich seien dagegen die Neugeldzuflüsse bei der CS, schreibt die ZKB weiter.

Nach oben getrieben wurde der SMI vom Indexschwergewicht Novartis, das um 6,7 Prozent auf 56.75 Fr. zulegte. Auch Konkurrent Roche zeigte einen Kursgewinn von 5 Prozent. Der Nahrungmittelriese Nestlé kletterte um 4,8 Prozent.

AP/bru/mbr

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