Zum Hauptinhalt springen

Sinkende Preise machen der Swisscom zu schaffen

Die Swisscom hat im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Sie konnte jedoch viele Neukunden gewinnen.

Die Swisscom konnte 2013 viele neue Abokunden gewinnen: Ein Shop des Telecomkonzerns in Bern.
Die Swisscom konnte 2013 viele neue Abokunden gewinnen: Ein Shop des Telecomkonzerns in Bern.
Keystone

Unter dem Strich verdiente der grösste Telecomkonzern der Schweiz im letzten Jahr 1,695 Milliarden Franken. Das sind 6,6 Prozent weniger als 2012. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sank um 3,9 Prozent auf 4,3 Milliarden, wie die Swisscom am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz legte indes um 0,4 Prozent auf 11,434 Milliarden zu.

«Wir haben ein solides Ergebnis erzielt, das über unseren Erwartungen liegt», sagte Swisscom-Chef Urs Schaeppi in einem Firmenvideo. «Wie in den letzten Jahren haben wir viel investiert in unsere Netze und neue Produkte.» Die Investitionen stiegen um 10,5 Prozent auf 2,4 Milliarden Franken, wenn man die im Vorjahr angefallenen Kosten für die Mobilfunklizenzen in Höhe von 360 Millionen ausklammert.

Am Ergebnis nagte erneut die Preiserosion im Inland und die Tarifsenkungen für Handygespräche im Ausland, die sich auf insgesamt 560 Millionen Franken beliefen. «Für die Kunden ist das eine sehr gute Nachricht, für uns eine Herausforderung», sagte Schaeppi. Diese Reduktion konnte die Swisscom allerdings durch mehr Kunden und Mengenwachstum in Höhe von 480 Millionen beinahe wettmachen.

Mehr Neukunden als erwartet

Erneut konnte die Swisscom Zehntausende Kunden für ihre Handyabos und für das TV-Angebot gewinnen. Auch die italienische Breitbandtochter Fastweb habe zahlreiche neue Kunden angelockt. «Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung von Swisscom TV. Ein Drittel der Haushalte schaut mit uns fern. Wir haben 1 Millionen TV-Kunden», sagte Schaeppi. Das Plus von über einem Viertel liege über den eigenen Erwartungen.

Beliebt bei den Kunden sind die Bündelverträge, deren Umsatz um ein Drittel kletterte. Wichtigste Treiber dieses Geschäfts seien Fernsehen und Mobilfunk, hiess es. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent auf 6,4 Millionen. Mittlerweile nutzten die Hälfte aller privaten Handykunden die Pauschalabos.

Zwei Drittel aller verkauften Handys waren im vergangenen Jahr Smartphones. Diese Alleskönnergeräte und die Tabletcomputer trieben das Datenvolumen um 116 Prozent in die Höhe. Und Swisscom IT Services hat mit 786 Millionen Franken so hohe Aufträge eingesammelt wie noch nie.

Analysten zufrieden

Mit den Gewinnzahlen hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde leicht übertroffen. Analysten hatten im Durchschnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Betriebsergebnis von 4,296 Milliarden Franken und einem Reingewinn von 1,636 Milliarden gerechnet.

Für das laufende Jahr erwartet die Swisscom ein moderates Wachstum bei Umsatz und Betriebsergebnis. Der blaue Riese peilt einen Umsatz von 11,5 Milliarden und einen Ebitda von 4,35 Milliarden an. Die Aktionäre sollen erneut eine Dividende von 22 Franken pro Titel erhalten, wenn die Ziele erreicht werden.

SDA/ldc

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch