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Sicherheitspersonal bestreikt deutsche Flughäfen

Zu den schlechten Wetterbedingungen kommen jetzt noch Streiks hinzu: An mehreren Flughäfen in Deutschland hat das Sicherheitspersonal am frühen Morgen die Arbeit niedergelegt.

Legt heute wieder seine Arbeit nieder: Sicherheitspersonal auf dem Flughafen Köln-Bonn. (Archivbild)
Legt heute wieder seine Arbeit nieder: Sicherheitspersonal auf dem Flughafen Köln-Bonn. (Archivbild)
Keystone

Reisende in ganz Deutschland müssen heute Morgen mit Beeinträchtigungen im Flugverkehr rechnen: Nachdem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kurzfristig zu Warnstreiks aufgerufen hatte, legte das Sicherheitspersonal an mehreren Flughäfen die Arbeit nieder.

Der Flughafen Zürich ist vom Streik bislang noch kaum betroffen, wie Mediensprecherin Jasmin Bodmer gegenüber Redaktion Tamedia sagt. Bis jetzt seien lediglich zwei Swiss-Flüge nach Berlin-Tegel annulliert worden. Anzeichen, dass es zu mehr Ausfällen kommen könnte, gebe es nicht.

Ausstand dauert bis zum Mittag

Um 4 Uhr begannen die Beschäftigten an den Flughäfen Düsseldorf, Köln-Bonn, Stuttgart und Baden-Baden/Karlsruhe mit ihrem Arbeitskampf, wie Verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander auf dapd-Anfrage sagte. Um 5 Uhr folgten die Beschäftigten in Bremen, Hannover und Berlin-Schönefeld. Um 5.30 sollten die Angestellten in Berlin Tegel und ab 6 Uhr in Frankfurt am Main und Hamburg ebenfalls in den Warnstreik treten. Der Ausstand sollte bis zum Mittag fortgesetzt werden. Er rechne mit insgesamt 1000 teilnehmenden Beschäftigten, sagte Sander.

Es werde vermutlich auch zu Behinderungen im Flugverkehr kommen, da die Sicherheitskontrollen zu den Fluggates bestreikt werden, hiess es. Verdi rechne mit Verspätungen bis hin zu Flugausfällen in Deutschland.

Fluggäste sollen sich vor der Reise informieren

Mit dem Streik will die Gewerkschaft ihrer Forderung nach «einheitlichen und gerechten Arbeitsbedingungen» an deutschen Flughäfen Nachdruck verleihen. Am 14. November waren die Verhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft über einen Manteltarifvertrag gescheitert. «Zum wiederholten Male reagieren die Arbeitgeber nicht auf unsere Forderung nach einem Gesamtangebot, sondern setzen auf eine Verschleppungstaktik», sagte Sander. Zudem fordern die Beschäftigten eine Abschaffung befristeter Verträge, eine Begrenzung der regelmässigen Arbeitszeit für bestimmte Beschäftigungsgruppen sowie den Ausbau der Aus- und Weiterbildung.

Die Fluggäste sollten sich wegen der Warnstreiks vor ihrer Anreise zum Flughafen bei den Airlines, Reiseveranstaltern oder auf der Homepage des Flughafens über den Status ihres Fluges informieren, teilte etwa der Düsseldorfer Flughafen mit. Die Auswirkungen auf den Flugbetrieb seien derzeit noch nicht abzuschätzen.

dapd/chk

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