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Schweizer Seilbahnen auf historischer Talfahrt

Zu mild, ungünstige Ferienzeiten, Frankenstärke: Die Seilbahnen verzeichnen in dieser Saison überall weniger Fahrten. Das 25-Jahres-Tief von letztem Jahr dürfte noch unterboten werden.

Es geht abwärts: Die Zahl der Skier-days der letzten zehn Jahre.
Es geht abwärts: Die Zahl der Skier-days der letzten zehn Jahre.
Seilbahnen Schweiz

Zwischen gut 3 und knapp 10 Prozent weniger Gäste haben die Schweizer Seilbahnen in den verschiedenen Regionen zwischen Saisonbeginn und Ende März transportiert, wie aus dem jüngsten Saisonmonitoring des Branchenverbands hervorgeht. Die Umsätze gingen zwischen 1,1 und 9,0 Prozent zurück.

Obwohl diverse hoch gelegene Skigebiete zum Teil noch bis Mai geöffnet sind, würden sich die Zahlen nicht mehr gross verändern, sagte SBS-Sprecher Andreas Keller. Noch vor einem Monat hatten sich die Seilbahnen Schweiz (SBS) verhalten optimistisch gezeigt. Der positive Januar-Februar-Trend fand aber keine Fortsetzung.

Grund dafür sei unter anderem die Tatsache, dass 2015 fast alle Kantone im Februar ihre Sportferien gehabt hätten, wohingegen 2014 noch ein Teil der Ferien in den März gefallen sei, schreiben die SBS. Rückmeldungen aus der Branche liessen zudem die Vermutung zu, dass die Aufhebung des Euromindestkurses erste negative Spuren hinterlassen habe.

Zu mild – zu schön

Auch das Wetter hat laut den Bergbahnen eine Rolle gespielt. Die milden Temperaturen im Spätherbst führten dazu, dass vielerorts nicht einmal eine technische Beschneiung möglich war. Viele Bahnen waren erst kurz vor Silvester in der Lage, den Betrieb aufzunehmen.

Das beständige Hochdruckgebiet Mitte März habe schweizweit für frühlingshaftes Wetter gesorgt. Statt in den Bergen hätten viele Menschen die Sonne und Wärme aber eher für Aktivitäten in der näheren Umgebung genutzt.

25 Jahre Niedergang

Bereits in der vergangenen Wintersaison 2013/2014 hatten die Bahnen weniger Fahrten abgesetzt. Die 23,9 Millionen sogenannten Skier-days bedeuteten damals bereits ein 25-Jahres-Tief, wie die Ende Oktober veröffentlichte Schlussbilanz zeigte. Dieses historische Tief dürfte in der ablaufenden Saison noch einmal unterboten werden.

SDA/hvw

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