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Schweizer Betreiberfirma sorgte sich um Sicherheit auf Plattformen

Nach vier tödlichen Unfällen in einem Jahr schlug die Zuger Transocean Alarm. Das war kurz vor der Katastrophe im Golf von Mexiko. Dies zeigen neue Dokumente.

Angekommen: Die Stahlbetonglocke wird mit Hilfe eines Krans an der Stelle der gesunkenen Ölbohrinsel in Position gebracht.
Angekommen: Die Stahlbetonglocke wird mit Hilfe eines Krans an der Stelle der gesunkenen Ölbohrinsel in Position gebracht.
Keystone
Tiefe Nacht: Die Stahlbetonglocke soll über die offene Ölquelle in 1500 Meter Tiefe gestülpt werden und so das Leck abdecken.
Tiefe Nacht: Die Stahlbetonglocke soll über die offene Ölquelle in 1500 Meter Tiefe gestülpt werden und so das Leck abdecken.
Keystone
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Wegen vier tödlichen Unfällen wurde den Topmanagern der Zuger Firma Transocean der Bonus für 2009 gestrichen, wie aus Dokumenten von Sicherheitsbehörden hervorgeht, die am 1. April eingereicht wurden. Der Schritt erfolgte wenige Wochen bevor die Katastrophe im Golf von Mexiko geschah. Mit der Streichung der Boni sollte dem Management ein Anreiz gegeben werden, um für mehr Sicherheit zu sorgen.

Wie ein Transocean-Sprecher laut dem «Wall Street Journal» sagte, wurde diese Entscheidung aufgrund der Empfehlung des Managements getroffen. Insgesamt hatte das ursprünglich amerikanische Unternehmen, das seinen Sitz letztes Jahr in die Schweiz verlegt hat, 2009 zwar weniger Unfälle als der Branchendurchschnitt zu beklagen. Dennoch starben vier Menschen auf Transocean-Plattformen. Die «Deepwater Horizon» war davon aber nicht betroffen. Auf der Plattform im Golf von Mexiko war es in den letzten sechs Jahren zu keinen Zwischenfällen mehr gekommen.

Geschäftsleitung: «Gründliche Überprüfung»

In einem Brief an die Aktionäre des Unternehmens, der dem Jahresbericht im vergangenen März beigelegt war, erwähnten Präsident Robert Rose und Konzernchef Steven Newman zudem eine «gründliche Überprüfung unserer Sicherheitssysteme der Flotte», die in die Wege geleitet worden sei. Laut dem Zeitungsbericht weigerte sich Transocean, den Journalisten des Blattes mit Mitgliedern der Geschäftsleitung zu sprechen.

Transocean ist ein Spezialist für Bohrplattformen und hatte die «Deepwater Horizon» an BP verliehen. Insgesamt betreiben die Zuger 140 Plattformen weltweit.

ddp/raa

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