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«Die Finma verdient eine Goldmedaille»

Er gilt als Kritiker der Finanzaufsicht. Im Fall der Tessiner Bank BSI habe die Behörde aber richtig agiert, sagt der frühere Staatsanwalt Paolo Bernasconi.

«Die Finma-Untersuchung verdient eine Goldmedaille»: Paolo Bernasconi, ehemaliger Staatsanwalt des Kantons Tessin.
«Die Finma-Untersuchung verdient eine Goldmedaille»: Paolo Bernasconi, ehemaliger Staatsanwalt des Kantons Tessin.
Keystone

Die Vorwürfe der Finma an die Adresse der BSI sind happig. Die Bank habe im Zusammenhang mit dem malaysischen Staatsfonds 1MDB schwer gegen die Geldwäschereibestimmungen verstossen. Wie schätzen Sie den Fall ein? Die Finma geht ausserordentlich drastisch gegen die BSI vor. Aber ihre Reaktion steht im Verhältnis zur Schwere der ermittelten organisatorischen Missstände. Das zeigt sich vor allem daran, dass auch die Bundesanwaltschaft ein Strafverfahren im Fall BSI eröffnet hat. Sie ermittelt nicht nur gegen Personen, sondern sogar gegen Schweizer und – das ist meines Erachtens einer der wichtigsten Punkte – gegen die Bank als solche. Das Strafgesetzbuch erlaubt die Verfolgung eines Unternehmens, wenn dieses nicht genügend Vorkehrungen getroffen hat, um Straftaten zu verhindern. Der entsprechende Artikel ist seit 2003 in Kraft, wurde aber bis jetzt sehr selten angewandt.

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