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Referenzinssatz bei 3,5 Prozent - Basler Mieten bleiben gleich

Der erstmals errechnete hypothekarische Referenzzinssatz für die ganze Schweiz beträgt ab Mittwoch 3,5 Prozent. Für die Mieter in der Region Basel wird sich deshalb nichts ändern.

Der Referenzzinssatz tritt an die Stelle der bisher in den einzelnen Kantonen massgebenden Zinssätze für variable Hypotheken. Wie Direktor Peter Gurtner vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Dienstag vor den Medien sagte, hat das neue System keine grossen Auswirkungen auf die Mietverhältnisse. Er könne «Entwarnung» geben.

Neue Finanzierungsformen

Der vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD) per Verordnung eingeführte Referenzzinssatz habe nichts mit der Entkoppelung der Mieten vom Hypothekarzins oder den Plänen für eine Indexierung der Mieten zu tun, sagte Gurtner. Das sei Zukunftsmusik. Darüber werde der Bundesrat in den nächsten Wochen entscheiden.

Die Änderung habe sich aufgedrängt, weil verschiedene Kantonalbanken dazu übergegangen seien, keinen offiziellen Satz mehr bekannt zu geben. Zudem hätten neben den variablen Hypothekarmodellen andere Finanzierungsformen wie beispielsweise Festhypotheken an Bedeutung gewonnen.

Viertelprozentschritte

Der von der Nationalbank ermittelte Referenzzinssatz stützt sich auf den vierteljährlich erhobenen volumengewichteten Durchschnittszinssatz der auf Schweizer Franken lautenden inländischen Hypothekarforderungen der Banken in der Schweiz. Er wird in Viertelprozenten publiziert.

Bei der ersten Festlegung gelangten die mathematischen Rundungsregeln zur Anwendung: So führte der Durchschnittszinssatz von 3,43 Prozent zum mietrechtlich massgebenden Referenzzinssatz von 3,5 Prozent. Laut Gurtner liegen nur die Kantonalbanken Bern und Freiburg (3,25 Prozent) sowie Genf (3 Prozent) darunter. In den beiden Basel lag der Zinssatz schon bisher bei 3,5%, daher bleibt für die Mieter der Region alles beim Alten.

Änderung bei Erhöhung

Ein neuer Referenzzinssatz resultiert, wenn sich der Durchschnittszinssatz für inländische Hypothekarforderungen gemessen am erstmals ermittelten Durchschnittszinssatz um 0,25 Prozentpunkte verändert hat. In diesem Fall kann der Mietzins im Rahmen der geltenden Überwälzungssätze erhöht oder gesenkt werden.

Bei den derzeitigen Zinssätzen beträgt die Anpassung 3 Prozent des Mietzinses. Der Übergang erfolgt direkt von dem für das jeweilige Mietverhältnis bisher massgebenden Hypothekarzinssatz zum neuen Referenzzinssatz. Der hypothekarische Referenzzinssatz sowie der zugrunde liegende Durchschnittszinssatz werden vierteljährlich durch das BWO bekannt gegeben.

SDA/amu/cpm

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