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Primeo Energie bekommt das Wachstum zu spüren

Der Umsatz der ehemaligen Elektra Birseck Münchenstein stieg 2019 deutlich auf 696 Millionen Franken. Nur beim Gewinn haperte es.

Die nach wie vor gute Ertragslage und die Einmalgewinne stärken Primeo Energie bei den Wachstumszielen.
Die nach wie vor gute Ertragslage und die Einmalgewinne stärken Primeo Energie bei den Wachstumszielen.

Der operative Gewinn (Ebit), den der Münchensteiner Energieversorger Primeo Energie 2019 eingefahren hat, ist zwar beachtlich. Er fällt mit 67 Millionen Franken (plus 6 Prozent) um vier Millionen Franken höher als vor einem Jahr aus. Nach Abzug von Zinsen und Steuern wendet sich aber das Blatt. Der Jahresgewinn sinkt von 46 auf 32 Millionen und damit um 30,5 Prozent.

Geschuldet ist diese Entwicklung Sondereffekten. 2017 hatte Primeo Energie noch mit einem historischen Super-Gewinn von 185 Millionen für Aufsehen gesorgt. Der Verkauf einer Beteiligung am französischen Energieversorger Energie Direct hatte die Kasse der Münchensteiner klingeln lassen. 2018 war die zweite Tranche aus diesem Verkauf mit 17 Millionen in den Gewinn eingeflossen. Jetzt ist die Zeit dieser positiven Sondereffekte vorbei, und das Geldverdienen findet wieder im Alltagsgeschäft statt.

Die nach wie vor gute Ertragslage und die Einmalgewinne stärken Primeo Energie bei den Wachstumszielen. Das Unternehmen will zu den fünf führenden der Schweiz gehören. Das Hauptgeschäft blieb auch 2019 das Elektrizitätsgeschäft. Dieses trug 51,3 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Im teilliberalisierten Schweizer Markt und dem vollliberalisierten in Frankreich wird der Wettbewerb aber härter. Mit zehn Millionen Franken ist der Ebit-Anteil eher bescheiden und wird vom Netz (28 Millionen) und den Erneuerbaren (31 Millionen) klar getoppt.

Investitionen in Frankreich

Trotzdem investierte Primeo Energie auch im Jahr 2019 in den Ausbau des Elektrizitätsgeschäfts. So wurde etwa in Frankreich die Mehrheit an Energies Libres, einer Tochtergesellschaft der Lucia Holding, übernommen.

Da Primeo Energie eines von zwölf Versorgungsunternehmen ist, das direkt an das Schweizer Hochspannungsnetz angeschlossen ist, wird der Schutz der Mitarbeitenden vor dem Coronavirus grossgeschrieben. Verhaltens- und Vorsorgemassnahmen wurden eingeleitet. «Die Versorgung aller Kunden mit Elektrizität und Wärme ist sichergestellt», schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. In den Ausbau, den Ersatz und die Instandhaltung des Netzes wurden 44 Millionen investiert. Das Wärmegeschäft litt unter der Klimaerwärmung. Primeo Energie spricht von einem durchschnittlichen Verlauf.

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