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Power 8, Railfit, Go Forward – so verschleiert man Sparen richtig!

«Railfit 20/30» nennen die SBB ihr Sparprogramm. Die Wortschöpfung ist nur das aktuellste Beispiel einer alten PR-Disziplin: Böses möglichst nett sagen.

Trügerisch positiv: Die SBB streichen 1400 Stellen und nennen das Sparprogramm wie ein Fitnessabonnement.
Trügerisch positiv: Die SBB streichen 1400 Stellen und nennen das Sparprogramm wie ein Fitnessabonnement.
Laurent Gillieron, Keystone

Leider haben wir noch nie ein Stelleninserat gesehen, vielleicht sucht man solche Leute besser im Versteckten. Aber irgendwo in den Büros dieser Beraterfirma muss es eine «Kreativ»-Abteilung geben, wo besonders originelle Namen für die teuren Sparprogramme der Firmen und Gemeindewesen dieser Welt ausgetüftelt werden. Das aktuellste Beispiel: «Railfit 20/30» der SBB. Tönt doch frisch, nicht? Ist Englisch, hat auf den ersten Blick mit der Eisenbahn zu tun (rail, you know), und gegen etwas Fitness kann ja niemand etwas haben. Kostet: 1,2 Milliarden pro Jahr und 1400 Stellen von Menschen, die in Zukunft wieder viel Zeit haben werden, um fit zu werden. «Railfit» steht in einer langen Tradition von euphemistischen Bezeichnungen von Sparprogrammen. Eine kleine Auswahl.

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