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Porsches Hoffnungsträger

Die traditionellen Bestseller 911 und Boxter stecken in der Krise, selbst der Absatz des Cayenne ist eingebrochen. Doch ein Modell rettet Porsche die Bilanz.

Teurere Reihe: Panamera-Produktion in Leipzig.
Teurere Reihe: Panamera-Produktion in Leipzig.

Die Porsche-Traditionsbaureihen 911, Boxster und Cayenne stecken in einer tiefen Absatzkrise. Die Einbrüche liegen zwischen 12 und 35 Prozent je nach Modell. Nur mit Hilfe der neuen Baureihe Panamera wurde der Gesamtabsatz stabil gehalten, wie Porsche am Freitag mitteilte.

In den ersten neun Monaten des am 31. Juli 2010 endenden Geschäftsjahres 2009/10 verkaufte der Stuttgarter Sportwagenbauer 53'605 Fahrzeuge und lag damit knapp unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 53'635. Der Umsatz lag mit 5,2 Milliarden Euro aber um 12 Prozent höher, weil mehr Autos der teuren Panamera-Reihe verkauft wurden.

Nachfolger von Cayenne geplant

Der viersitzige Reisewagen Panamera ging den Angaben zufolge gut an den Start: Der Wagen erreichte einen Absatz von 13'906 Einheiten, obwohl er erst im September 2009 auf den Markt kam. Bitter sind dagegen die Zahlen der übrigen Baureihen: Der Geländewagen Cayenne lag mit 18'932 Fahrzeugen 23 Prozent im Minus - Porsche verweist hier auf das Ende des Lebenszyklus' der Baureihe. In den kommenden Monaten werde der Nachfolger eingeführt.

Der 911 erreichte vom 1. August 2009 bis zum 30. April dieses Jahres einen Verkauf von 13'137 Einheiten, ein Rückgang von 35 Prozent. Der Absatz der Boxster und Cayman-Modelle sank um 12,2 Prozent auf 7630 Fahrzeuge. «Es sind schwierige Zeiten für das gesamte Sportwagen-Segment», sagte Porsche-Sprecher Albrecht Bamler. Porsche hält am Ziel fest, im Jahresabsatz über den 75'238 Stück des Vorjahres zu liegen.

700 Millionen Euro Verlust

Unterdessen weist die Mutter des Sportwagenherstellers, die Porsche Automobil Holding SE, eine Umsatzsteigerung von 11,8 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro auf; das operative Ergebnis habe bei 0,6 Milliarden Euro gelegen. Einen Vergleichswert nannte Porsche nicht.

Nach Steuern blieb dem Konzern in den neun Monaten ein Verlust von 700 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte unter dem Strich noch ein Gewinn von 4,2 Milliarden Euro gestanden. Porsche verweist hier auf Belastungen von 1,4 Milliarden Euro als Folge der Kapitalerhöhung bei Volkswagen. Die Stuttgarter halten knapp 51 Prozent an VW und mussten nach der Kapitalerhöhung Werte abschreiben.

dapd/oku

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