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Paris prüft Hilfe für kriselnde Autobranche

Den französischen Autobauern Renault und Peugeot Citroën geht es schlecht. Ohne eine direkte Anfrage macht sich die französische Regierung bereits Gedanken, wie der Staat helfen könnte.

Renault und Peugeot rechnen mit rückläufigem Absatz in Europa: Ein Peugeot 306 an der Autoausstellung in Versailles bei Paris. (Archivbild)
Renault und Peugeot rechnen mit rückläufigem Absatz in Europa: Ein Peugeot 306 an der Autoausstellung in Versailles bei Paris. (Archivbild)
AFP

Die französische Regierung prüft Möglichkeiten einer staatlichen Unterstützung für die kriselnden Autofirmen des Landes. Industrieminister Arnaud Montebourg sagte heute in Paris mit Blick auf eine entsprechende Anfrage des französischen Autobauers Renault: «Wir haben diesen Vorschlag in der Prüfung.» Die Anfrage sei zwar nicht direkt an die Regierung gerichtet worden, habe die Regierung aber erreicht.

Die Nummer zwei von Renault, Carlos Tavares, hatte am Dienstag die staatlichen Stellen zu Hilfsmassnahmen aufgerufen, um den Verkauf von Autos in Frankreich und Europa wie in den Krisenjahren 2008 bis 2009 zu unterstützen. Damals waren in Frankreich und auch in Deutschland wegen des Absatzeinbruchs Abwrackprämien eingeführt worden.

Autobauer rechnen mit Absatzeinbruch

Montebourg wollte sich nicht näher zu möglichen Hilfen äussern, weil dies zunächst mit dem sozialistischen Präsidenten François Hollande und Premierminister Jean-Marc Ayrault besprochen werden müsse. Allerdings vertrat der Minister die Ansicht, dass es für den Staat «extrem schwierig» sei gegenzusteuern, wenn die Nachfrage nach Autos deutlich zurückgehe. Darüber werde aber noch gesprochen werden.

Die französischen Autobauer Renault und PSA Peugeot Citroën erwarten in diesem Jahr in Frankreich und Europa erhebliche Absatzprobleme. Peugeot erwartet für den europäischen Automarkt einen Rückgang um fünf Prozent, für Frankreich sogar um rund zehn Prozent. Renault rechnet in Europa mit einem Absatzrückgang um mindestens drei Prozent.

AFP/rub

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