Zum Hauptinhalt springen

Nur die eigenen Erwartungen nicht erfüllt

Die UBS hat das Kundenvertrauen zurückgewonnen, das zeigen die überraschend hohen Neugeldzuflüsse. Sie könnte zufrieden sein. Doch gemessen an den eigenen Zielen fällt sie noch weit ab.

Mit ihrem heute vorgelegten Resultat zeigt die UBS einmal mehr, dass sie ihre Krise überwunden hat. Davon zeugen weniger die Gewinnzahlen, die exakt den Erwartungen der Analysten entsprechen, als vielmehr der Nettoneugeldzufluss, der diese Erwartungen deutlich übertroffen hat.

Im Durchschnitt haben die Analysten hier mit einem Zuwachs von rund 10 Milliarden Franken gerechnet, tatsächlich liegt der Betrag mit 22,3 Milliarden Franken doppelt so hoch. Die Bank legt hier überhaupt erst seit dem zweiten Halbjahr 2010 wieder zu – in den letzten Quartalen belief sich der Zufluss auf 7,1 Milliarden Franken (4. Quartal 2010) und 1,2 Milliarden Franken (3. Quartal 2010). Von Bedeutung ist der Zufluss im Vermögensverwaltungsbereich (Wealth Management), wo die Bank alleine 11,1 Milliarden Franken anzuziehen vermochte. Auch hier haben die Analysten mit weniger als der Hälfte gerechnet. Wesentlichen Anteil hatten hier die Kunden aus der Region Asien/Pazifik und den Schwellenländern generell. Ausserdem konnte die Bank besonders bei der reichsten Kundschaft (Ultra-High-Net-Worth) zulegen und in der Schweiz, wo sich die Zuflüsse verdoppelt haben. Im grenzüberschreitenden Verkehr mit Europa hat die Bank allerdings Kundengelder verloren.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.