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Nun ist das «Recht auf Vergessen» plötzlich Zensur

Google muss gewisse Ergebnisse aus seinen Suchabfragen löschen. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs wurde als grosse Errungenschaft gefeiert. Nun ist plötzlich von Zuständen wie in China die Rede.

«Kinderkrankheiten» im Umgang mit den Löschanträgen: Blick ins Innere des Kühlsystems der riesigen Google-Datenzentrale in Mayes County, Oklahoma. Foto: Connie Zhou (Keystone)
«Kinderkrankheiten» im Umgang mit den Löschanträgen: Blick ins Innere des Kühlsystems der riesigen Google-Datenzentrale in Mayes County, Oklahoma. Foto: Connie Zhou (Keystone)

Der erste Fall tauchte bei der BBC auf: Am 29. Oktober 2007 hatte Wirtschaftsjournalist Robert Peston auf dem Portal des britischen Rundfunks einen interessanten Blogbeitrag veröffentlicht. Der Beitrag mit dem Titel «Merrill’s Mess» handelt von Stan O’Neal, dem ehemaligen Chef der Bank Merrill Lynch, und von den Umständen, unter denen er das Unternehmen verlassen musste. Obwohl der Artikel längst nicht mehr aktuell ist, gehört er zu den derzeit am häufigsten angeklickten Beiträgen auf BBC. Denn auf Google ist der Link darauf vor gut einer Woche verschwunden. Anfang Juli teilte der Suchmaschinenriese der BBC mit, der Artikel werde bei bestimmten Suchabfragen nicht mehr angezeigt.

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