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Nestlé-Chef: «Global ist nicht mehr cool»

Mehr Profit mit den Millenials: Wie eine Generation die Strategie des Lebensmittelkonzerns beeinflusst.

Fokus auf gesunde Produkte: Nestlé-Chef Mark Schneider. Foto: Laurent Gillieron (Keystone)
Fokus auf gesunde Produkte: Nestlé-Chef Mark Schneider. Foto: Laurent Gillieron (Keystone)

Der neue Nestlé-Konzernchef Mark Schneider sieht sich von den Millenial-Konsumenten herausgefordert. Die Millenials seien sogar bereit für Getränke und Lebensmittel mehr zu zahlen, das habe es noch nie gegeben.

Die neuen Konsumtrends der Millenials seien so wichtig, weil sie einerseits bald die Höhe ihrer Kaufkraft erreichten, sagte Mark Schneider am Dienstag an der Nestlé-Investorenkonferenz in London. Andererseits werde auch der Rest der Bevölkerung diesen Trends folgen. «Alles, was mit Gesundheit zu tun hat, ist den Millenials viel wichtiger als früheren Generationen», so Schneider. Ihr Bewusstsein und ihre Kenntnisse seien nicht zuletzt dank Google viel stärker.

Zudem gälten bei Millenials globale Produkte nicht mehr als cool – anders als seine Generation, die für alles Neue aus den USA offen gewesen sei. Eine grosse Herausforderung für den globalen Nahrungsmittelkonzern.

Als Millenials wird jene Generation bezeichnet, die zur Jahrtausendwende ins Arbeitsleben eingetreten ist. Die Angaben für die Geburtsjahrgänge schwanken, wobei die extremsten Eckdaten bei 1976 und 2004 angesetzt sind, wobei die meisten Definitionen ab 1980 ansetzen.

Sympathie für Produkt

«Das Interesse der Millenials richtet sich vermehrt auf regionale Produkte», führt Schneider aus. Für Millenials sei die Sympathie gegenüber dem Produkt wichtig.

Nestlé will sein mittelfristiges Wachstumsziel von 4 bis 6 Prozent jährlich mit Fokus auf solche von Millienials begehrten gesunden, schnell wachsenden Produkte erzielen. Wachstumsaussichten von gesunden Produkten sind laut Schneider 1,8 Mal höher als bei Herkömmlichen, die Profitabilität sei um das 1,5-fache erhöht.

10 Prozent des Gesamtumsatzes

Zur Steigerung der Profitabilität soll das Portfolio weiter gestrählt werden, so Schneider. Der beabsichtigte Verkauf des US-Süsswarengeschäft sei schon bekannt.

«Bei der Porfoliobereinigung geht es uns nicht nur darum die Ecken zu polieren», fügte Schneider hinzu. Das Volumen der Portfolioanpassungen soll bis 10 Prozent des Gesamtumsatzes betragen.

SDA/ij

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