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Morgan Stanley: Rettung durch Wachovia?

Morgan Stanley prüft einen Zusammenschluss mit einem anderen Finanzhaus, möglicherweise mit Wachovia. Als letzte unabhängige US-Investmentbank bliebe Goldman Sachs.

Morgan Stanley sei in Vorgesprächen über eine Übernahme durch Wachovia, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Daneben berichtete der Sender CNBC, Morgan Stanley sei in Gesprächen mit der von China kontrollierten Bank CITIC. Von Morgan Stanley war zunächst niemand für eine Stellungsnahme erreichbar.

Aktie verliert 24 Prozent – an einem Tag

Die Morgan Stanley-Aktie stürzte am Mittwoch an der Börse um 24 Prozent auf 21,75 Dollar ab, obwohl die Bank zuvor ein unerwartet gutes Quartalsergebnis vorgelegt hatte.

Ähnliche Verluste hatten in den vergangenen Tagen bereits mehrere andere Finanzhäuser in die Pleite oder zum Verkauf gezwungen. So sind wegen der Kreditkrise von einst noch fünf unabhängigen US-Investmentbanken nur noch Morgan Stanley und Goldman Sachs übrig.

John Mack: Spekulanten am Kursverfall Schuld

Morgan-Stanley-Chef John Mack machte Spekulanten für den Kursverfall verantwortlich. Es gebe dafür keine rationalen Gründe, erklärte er in Schreiben an die Mitarbeiter der Bank.

Die Kontakte zwischen Morgan Stanley und Wachovia sind den Informationen zufolge noch in einem sehr frühen Stadium. Morgan Stanley prüfe auch andere Optionen, hiess es.

«Zweimal minus macht nicht plus»

Analysten und Investoren sind allerdings skeptisch, ob eine Verbindung dieser Geldhäuser sinnvoll ist, da beide von der Finanzkrise mitgenommen sind. «Zweimal minus macht nicht plus», sagte ein Fondsmanager.

SDA/cpm

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