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Moody's und S&P zahlen Schadenersatz

Investoren hatten Moody's und S&P angeklagt, weil sie Wertpapiere übertrieben gut bewertet haben sollen. Die Ratingagenturen leisten nun Vergleichszahlungen, die Klagen wurden beigelegt.

Soll Anleger in die Irre geführt haben: Die Ratingagentur Moody's.
Soll Anleger in die Irre geführt haben: Die Ratingagentur Moody's.
AFP

Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P) haben Klagen von Investoren mit Vergleichszahlungen beigelegt. Firmensprecher bestätigten am Freitag, dass es Einigungen gegeben habe. Die Kläger hatten Schadenersatzforderungen von mehr als 700 Millionen Dollar erhoben.

In dem Streit ging es um sogenannte strukturierte Wertpapiere, denen häufig Schuldtitel oder Hypotheken geringerer Qualität zugrunde lagen. Sie verloren im Zuge der Finanzkrise massiv an Wert.

Die Anleger legten Moody's und S&P zur Last, sie in die Irre geführt zu haben durch übertrieben gute Bewertungen für diese Wertpapiere. Den Ratingagenturen wird in diesem Zusammenhang eine zu grosse Nähe zu Banken vorgehalten, die diese Wertpapiere verkauften.

Weitere Klage durch US-Regierung hängig

Details der Vereinbarungen wurden nicht bekanntgegeben. Stellungnahmen der Kläger waren zunächst nicht zu bekommen.

Zudem bestätigte das ebenfalls verklagte Geldhaus Morgan Stanley einen Vergleich. Ferner in den Rechtsstreit involviert war die vom Staat gerettete deutsche Mittelstandsbank IKB, die bereits im vergangenen Jahr eine Vereinbarung erzielt hatte.

S&P sieht sich auch mit einer Klage der US-Regierung konfrontiert, die Ansprüche in Höhe von fünf Milliarden Dollar geltend macht. Die Regierung beanstandet, dass die Tochter von McGraw-Hill vor Ausbruch der Finanzkrise riskante Wertpapiere lange mit zu guten Bonitätsnoten versehen habe, weil sie selbst davon profitierte.

SDA/fko

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