Zum Hauptinhalt springen

Milliardenspritze für Konzerne oder KMU?

Drei Kriterien für die Vergabe der zwei Milliarden Fördergelder für Exportunternehmen kristallisieren sich heraus. Ob nur kleine und mittelständische Betriebe Geld bekommen sollen oder auch Milliardenkonzerne, ist noch unklar.

Die Exportförderungen könnten sich an der Menge der ins Ausland verfrachteten Waren orientieren: Container im Basler Hafen Kleinhüningen.
Die Exportförderungen könnten sich an der Menge der ins Ausland verfrachteten Waren orientieren: Container im Basler Hafen Kleinhüningen.
Keystone

Eine finanzielle Hilfe von zwei Milliarden Franken für Unternehmen, die unter dem starken Franken leiden, hat der Bundesrat gestern beschlossen. Doch wohin genau das Geld nun fliessen soll, das bleibt ein Rätsel. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) verweist darauf, sich noch einige Tage zu gedulden, bis die Ergebnisse der Arbeitsgruppe auf dem Tisch liegen. Das Thema sei für Schnellschüsse zu komplex, heisst es. Wobei das Seco darauf besteht, dass es sich um kein Konjunkturprogramm handle, sondern darum, «einen isolierten brutalen Schock auf der Exportseite zu kompensieren», sagt Seco-Sprecher Aymo Brunetti. Und stellt klar: Es werde nicht die gesamte Schweizer Wirtschaft unterstützt. «Das wäre ein Fehler, denn die Bauwirtschaft zum Beispiel ist stark überhitzt, das wäre kontraproduktiv. Wie hoch am Ende die Förderungen ausfallen werden, wissen wir noch nicht genau.» Unklar sei auch, ob alle Exportunternehmen vom Grosskonzern bis zum Kleinunternehmer einen Anspruch haben sollen. Oder gezielt nur kleine und mittelständische Betriebe.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.