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Migros Basel in schwierigem Fahrwasser

Trotz weniger Umsatz verdient Migros Basel mehr Geld. Zu schaffen macht dem Konzern der Einkaufstourismus.

Kurt Tschan
Migros Basel leidet unter dem «konstant hohen Einkaufstourismus». Foto: Dominik Plüss
Migros Basel leidet unter dem «konstant hohen Einkaufstourismus». Foto: Dominik Plüss

Die Migros Basel hat im letzten Jahr durchs Band Umsatz verloren und trotzdem mehr verdient als vor einem Jahr. Als Grund gibt die Genossenschaft die Optimierung der Prozesse an. Die Zahl der Mitarbeitenden sank um27 auf 3442. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von16,9 Millionen Franken (plus4,3 Prozent).

Der Umsatzrückgang vollzog sich in sämtlichen Bereichen. Am meisten litten Supermarkt und Grosshandel (-1,7 Prozent). Dabei handelt es sich um den wichtigsten Bereich, der rund drei Viertel des Gesamtumsatzes ausmacht. Am zweithöchsten (-1,6 Prozent ) ging der Umsatz in den «Übrigen Sparten» zurück. Mit 0,3 und 0,2 Prozent waren die Rückgänge im Fachmarkt kleiner.

Mühsal Einkaufstourismus

Nach eigenen Angaben litt die Migros Basel unter dem «konstant hohen Einkaufstourismus». Aber auch der zunehmende Onlinehandel, die Expansion von Discountern im Wirtschaftsgebiet sowie Verkaufsflächenreduktionen hinterliessen bei der Migros Basel Spuren.

Der verschärfte Konkurrenzkampf mit der ausländischen Nachbarschaft sowie Lidl, Aldi und Co. führten 2019 dazu, dass «die Preise der 1500 beliebtesten Produkte gesenkt» wurden», wie es in einer Mitteilung heisst. Aktuell bereitet sich die Migros Basel auf die Eröffnung eines neuen Migros-Take-away im Ostflügel des Bahnhofs SBB vor. Dort war zuletzt Sutter Begg zu Hause. Voraussichtlicher Termin ist der 4. Mai.

Null Pestizide

Im Sommer liefert die Migros im Dreispitz Parc erstmals Gemüse aus der Nachbarschaft. In einer auf dem Wolf-Areal gelegenen Halle entsteht die schweizweit erste «Robotic Vertical Farm». Vom Säen über das Bewässern bis zum Ernten übernehmen Maschinen vollautomatisch die Arbeit.

Die Produktionskammern sind von der Umwelt abgeriegelt. Dadurch kann ganzjährig ohne Erde, ohne jegliche Pestizide und mit bis zu 90 Prozent weniger Wasser produziert werden. Zudem ist der Flächenverbrauch minimal, da sich die Beetestapeln lassen. Die Farm kann ganzjährig Blattgemüse und Kräuter produzieren. Diese werden dann an den MParc Dreispitz geliefert.

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