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«Meine Tochter sagt, sie wolle später auch Chefin werden»

Jeannine Pilloud, zweifache Mutter und Topmanagerin beim Informatikdienstleister T-Systems, setzt sich für eine Frauenquote von 30 Prozent ein.

Frau Pilloud, ich erreiche Sie gerade auf dem Mobiltelefon in Barcelona. Welches sind Ihre nächsten Reisestationen? Im Moment bin ich viel unterwegs – in Barcelona, Amsterdam, in Mailand, Paris, Brüssel und Bonn. Es ist die Zeit der «Pre Summer Reviews», das heisst, ich schaue mit den Management-Teams der verschiedenen Landesorganisationen, wo sie stehen, was man allenfalls korrigieren muss.

Macht es Spass, eine Business-Nomadin zu sein? Ich bin zwar gerne daheim in Zürich, aber das Reisen macht mir viel weniger aus, als ich gedacht hatte. Ich glaube, mit einem kurzen Arbeitsweg wäre ich viel gestresster. Ich geniesse die Lektüre vor einem hektischen Arbeitstag am frühen Morgen im Flugzeug. Und wo kann man den Tag besser Revue passieren lassen als am Abend über den Wolken? Natürlich sehe ich das nicht immer so entspannt. Reisen ist für mich ein guter Stressindikator. Wenn es mich zu nerven beginnt, dass ich direkt vom Flughafen in die nächste Telefonkonferenz eilen muss, dann weiss ich, dass ich ein bis zwei Wochen Ferien nötig habe.

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