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Leichter Umsatzrückgang für Roche

Ein Prozent weniger Umsatz, drei Prozent mehr Verkäufe: Bei Roche hat sich im ersten Quartal 2012 nicht viel bewegt. Der starke Franken macht dem Pharmakonzern das Leben schwer.

Wechselkurse wirkten sich aufs Ergebnis aus: Logo in der Roche-Fabrik in Burgdorf. (Archivbild)
Wechselkurse wirkten sich aufs Ergebnis aus: Logo in der Roche-Fabrik in Burgdorf. (Archivbild)
Reuters

Der starke Franken hat beim Pharmakonzern Roche im ersten Quartal 2012 zu einem leichten Umsatzrückgang geführt: Die Verkäufe sanken um 1 Prozent auf 11 Milliarden Franken.

Unter Ausschluss von Währungseffekten konnte der Basler Konzern jedoch ein Umsatzplus von 2 Prozent verbuchen. Konzernchef Severin Schwan zeigt sich mit dieser Entwicklung zufrieden. Roche sei gut unterwegs, um die für das Jahr 2012 gesteckten Ziele zu erreichen, lässt Schwan in einer Mitteilung vermelden.

Umsatz-Spitzenreiter Avastin

So geht Schwan weiterhin von anziehenden Verkäufen und einem höheren Kerngewinn pro Titel zu konstanten Wechselkursen aus. Vom Optimismus des Roche-Chefs liessen sich auch die Anleger anstecken: Der Kurs der Genussscheine des Pharmakonzerns stieg um 1,6 Prozent und entwickelte sich damit besser als der Gesamtmarkt. Zum Gewinn im ersten Quartal gibt Roche traditionsgemäss keine Auskunft.

Die Pharma-Division erzielte in den ersten drei Monaten einen Umsatz von 8,6 Milliarden Franken, was zu konstanten Wechselkursen einem Plus von 2 Prozent entspricht, in Franken aber einem Minus von 1 Prozent. Wichtigste Wachstumsträger waren die Krebsmedikamente Mabthera und Herceptin, bei denen die Verkäufe je um 7 Prozent auf 1,6 beziehungsweise 1,4 Milliarden Franken anstiegen.

Der langjährige Umsatz-Spitzenreiter Avastin verzeichnete mit knapp 1,4 Milliarden Franken eine Zunahme um 1 Prozent. Gar um 32 Prozent auf 444 Millionen Franken legte das Hepatitis C-Medikament Pegasys zu. Von den Regionen trugen die USA mit einem Plus von 6 Prozent am stärksten zum Wachstum bei. In Westeuropa liess dagegen der Preisdruck die Verkäufe um 4 Prozent sinken.

Weitere Brief an Illumina-Aktionäre

Der Umsatz der Division Diagnostics verharrte im ersten Quartal bei 2,4 Millionen Franken. Zu konstanten Wechselkursen wurde jedoch eine Zunahme um 4 Prozent verbucht. Die Diagnostika-Division steht derzeit im Fokus, weil Roche sie um das US-Gentechnik-Unternehmen Illumina ergänzen will.

Roche wandte sich zum mittlerweile dritten Mal mit einem Brief an die Illumina-Aktionäre. Darin wird der von 44.50 auf 51 Dollar erhöhte Preis als «fair und hochattraktiv» bezeichnet. Grundlage für dieses Angebot mit einem Gesamtpreis von 6,8 Milliarden Dollar bilden laut Roche allein die öffentlich zugänglichen Informationen über Illumina.

Dass Illumina-Management zeigte Roche im Übernahmekampf bisher die kalte Schulter. Im Schreiben an die Aktionäre stufte Roche-CEO Schwan am Donnerstag die «aggressiven Wachstumsannahmen von Illumina» als unrealistisch ein, quantitative Belege fehlten.

Einblick in die Bücher

Roche hatte bereits über Ostern signalisiert, nach Einblick in die Bücher und Gesprächen mit dem Management allenfalls zu einer Erhöhung des Angebots bereit zu sein. Am 18. April muss zudem die Generalversammlung von Illumina über die Wahl von neuen Verwaltungsräten entscheiden, die Roche vorgeschlagen hat.

Schwan wollte am Donnerstag an einer Telefonkonferenz nicht über Szenarien je nach Ausgang der Generalversammlung Auskunft geben. Je nach Ergebnis der Aktionärsabstimmung werde man alle Optionen in Betracht ziehen, auch was alternative Übernahmeziele angehe.

SDA/caj

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