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Kuoni schreibt wieder schwarze Zahlen

Nach dem Verlust im letzten Jahr schafft der Reiseveranstalter Kuoni in den ersten drei Quartalen 2013 den Sprung ins Plus. Dies vor allem dank einer Sparte.

Der Umsatz bei den Visa-Anträgen wuchs um 28 Prozent: Kuoni-Sitz in Zürich.
Der Umsatz bei den Visa-Anträgen wuchs um 28 Prozent: Kuoni-Sitz in Zürich.
Keystone

Kuoni ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. In den ersten neun Monaten 2013 weist der Reisekonzern einen Gewinn von 28,4 Millionen Franken aus, nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 7 Millionen Franken resultiert hatte. Die Trennung von Teilen des Reiseveranstaltergeschäfts in Europa führte allerdings zu sinkenden Umsätzen.

Der Umsatz von Kuoni sank um über 2 Prozent auf 4,39 Milliarden Franken. Organisch habe es hingegen ein Wachstum gegeben, teilte Kuoni am Donnerstag mit. Der Bruttogewinn ging um 0,1 Prozent auf 825 Millionen Franken nur unwesentlich zurück.

Sondereffekt

Der für die ersten neun Monate ausgewiesene Betriebsgewinn von 113,2 Millionen Franken ist teilweise durch den Wechsel vom Leistungs- auf das Beitragsprimat der Pensionskasse in der Schweiz erzielt worden. Dieser Sondereffekt begünstigte das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit mit 34,2 Millionen Franken.

In der grössten Unternehmenseinheit Global Travel Services wurden 2,14 Millionen Franken umgesetzt. Dies bedeutet ein Wachstum von 3,2 Prozent. Einen deutlichen Zuwachs an Umsatz verzeichnete auch VFS Global. Die für die Verarbeitung von Visa-Anträgen zuständige Abteilung erzielte einen Umsatz von 180 Millionen Franken und erledigte 28 Prozent mehr Anfragen als vor einem Jahr.

Gutes Sommerquartal

Von einem guten, starken Sommerquartal sprach Interims-CEO Peter Meier an der Telefonkonferenz. Alle Divisionen der im letzten Frühling eingeführten Konzernstruktur hätten einen positiven Beitrag geleistet.

Meier betonte, dass viele Märkte in guter Verfassung seien. Der Schweizer Markt beispielsweise sei ein extrem stabiler und etablierter Reisemarkt, in dem Kuoni Geld verdiene. Hier sei die Zahl der Läden auf nunmehr 80 gestrafft worden.

Laut Meier setzt Kuoni weiterhin primär auf organisches Wachstum. Mittlere Akquisitionen zwischen 20 und 50 Millionen Franken seien aber möglich. Für dieses Jahr schloss er allerdings Akquisitionen aus.

Noch vor Ende Jahr CEO-Ernennung

Die Suche nach einem Konzernchef laufe planmässig. Noch vor Ende Jahr soll dieser vorgestellt werden. Meier betonte, dass von diesem Konzernchef keine strategische Änderung zu erwarten sei.

Für das Gesamtjahr 2013 bestätigte Kuoni die bisherigen Prognosen. Demnach wird für das laufende Geschäftsjahr von einem gesteigerten Ebit im Bereich von 135 Millionen bis 145 Millionen Franken ausgegangen.

Mit diesem Ergebnis hat der Reisekonzern die Analystenerwartungen beim Umsatz nicht ganz erfüllt, auf Gewinnstufe jedoch übertroffen.

Aktien gefragt

Die Kuoni-Aktien waren am Donnerstagmorgen gesucht. Der Reiseveranstalter hatte mit den Resultaten die Erwartungen der Analysten bei den Gewinnzahlen übertroffen.

Bis kurz vor Mittag gewannen die Kuoni-Titel 4,8 Prozent. Der Gesamtmarkt SPI stand zu diesem Zeitpunkt 0,07 Prozent im Plus.

Die neusten Zahlen zeigten, dass sich Kuoni langsam aber sicher dem Ende des Tunnels nähere, stellte ein Vontobel-Analyst fest. Positiv sei auch die Beschleunigung des organischen Wachstums im dritten Quartal.

Kritischer äusserte sich ein Analyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB): Zwar seien die Zahlen auf operativer Ebene leicht über den Erwartungen ausgefallen. Das organische Wachstum sei dagegen ausser bei VFS Global recht bescheiden.

SDA/wid

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