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Kuoni erzielt trotz Aschewolke mehr Gewinn – Aktie unter Druck

Obwohl der Vulkanausbruch in Island das letztjährige Geschäft trübte, steigerte der Konzern den Gewinn auf 23,2 Millionen Franken. Dieses Jahr verzeichnet er wegen der Unruhen im arabischen Raum bereits wieder weniger Buchungen.

Ist auch dieses Jahr von Annullationen betroffen: Kuoni, hier der Sitz in Zürich.
Ist auch dieses Jahr von Annullationen betroffen: Kuoni, hier der Sitz in Zürich.
Keystone

Der Reisekonzern Kuoni ist vergangenes Jahr gewachsen und hat den Gewinn trotz Einbussen wegen der Vulkanaschewolke vervielfacht. Im laufenden Jahr liegt der Buchungsstand wegen der Unruhen im arabischen Raum aber deutlich tiefer.

Die Annullationen wegen der politischen Umstürze – insbesondere in Ägypten und Tunesien – konnten nur teilweise durch Umbuchungen kompensiert werden, wie Kuoni mitteilt.

Zusätzlich belaste der starke Wertverlust des Euro gegenüber dem Franken den Buchungsstand deutlich. Die Buchungen des Veranstaltergeschäfts von Kuoni lagen per 13. März um 7 Prozent unter Vorjahr. In Lokalwährung stagnierten sie.

Wegen des sich leicht abschwächenden Wirtschaftswachstums in den Hauptmärkten, der Lage in den arabischen Ländern sowie der möglichen Folgen des schweren Erdbebens in Japan sei die weitere Entwicklung schwierig einzuschätzen, erklärte Konzernchef Peter Rothwell.

Schlechter Start im vergangenen Jahr

Auch Anfang 2010 hatte es nicht gut ausgesehen. Der Konzern griff infolge der Wirtschaftskrise zu Kurzarbeit. Die Zahl der Vollzeitstellen wurde im Jahresschnitt um 3,3 Prozent auf 8772 abgebaut. Das Anfang 2009 gestartete Investitions- und Kostensenkungsprogramm kostete im vergangenen Jahr 40,4 Millionen (2009: 30,2 Millionen) Franken.

Auf das Ergebnis drückten zudem die Ausfälle wegen der isländischen Vulkanaschewolke. Dennoch konnte Kuoni den Reingewinn von 1,6 Millionen Franken im Vorjahr auf 23,2 Millionen Franken steigern. Dazu trug neben Kosteneinsparungen die Erholung der Weltwirtschaft bei. Die wichtigsten Ertragspfeiler waren Skandinavien, Asien und das Kuoni Destination Management.

Der Konzernumsatz wuchs um 2,3 Prozent auf 3,98 Milliarden Franken. Dabei fingen Übernahmen die Hälfte der Währungsverluste auf. Allerdings liegt der Umsatz immer noch deutlich unter dem Rekord von 4,85 Milliarden Franken im Jahr 2008.

Aktie auf Tauchgang

An der Schweizer Börse sind die Kuoni-Aktien trotz der guten Vorjahreszahlen auf Tauchkurs. Nachdem der Reisekonzern sein Jahresergebnis bekannt gegeben hatte, sank der Titel am Dienstagvormittag um über 4,6 Prozent und gehörte damit zu den Verlierern.

Die Aktie lag kurz nach 10.30 Uhr bei 416 Franken. Damit scheint der Aufwärtstrend in den vergangenen drei Handelstagen (kumuliert 5,5 Prozent) bereits wieder gebrochen. Der Konzern hatte darauf hin gewiesen, dass der Buchungsstand im laufenden Jahr wegen der Unruhen im arabischen Raum markant tiefer liegt.

SDA/miw

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