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KMU spüren bereits Abkühlung der Wirtschaft

Für das dritte Quartal haben deutlich weniger Schweizer Firmen wachsende Auftragseingänge gemeldet als in den Perioden zuvor. Dennoch bleibt das Geschäftsklima positiv.

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz bekommen das langsamere Wirtschaftswachstum zu spüren. Deutlich unter der Erwartung entwickelt haben sich namentlich die Exportumsätze der Schweizer KMU. Rechneten im Sommer noch fast 30 Prozent der Firmen mit steigenden Umsätzen im Exportgeschäft, blieben diese im Jahresvergleich unverändert, wie aus dem heute veröffentlichten KMU-Barometer der UBS hervorgeht.

Jedes zehnte Unternehmen konnte demnach trotz düsterer Wirtschaftslage die Erträge noch steigern, 7 Prozent verzeichnete eine steigende Zahl von Aufträgen und 14 Prozent schufen neue Stellen. Unter dem Strich beurteilten 21 Prozent der KMU ihren Geschäftsgang von Juli bis September als positiv. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Lage der KMU damit nun deutlich schlechter. Damals sprach mehr als jedes zweite Unternehmen von einem positiven Geschäftsgang.

Bis Ende Jahr wird kaum eine Besserung der Lage erwartet. Die für das Barometer befragten 700 Betriebe gehen erneut von einer Abschwächung des Wachstums aus. Der Trend bleibe aber positiv, so die Konjunkturforscher der UBS. So plant immer noch jedes zehnte Unternehmen, in den nächsten drei Monaten neue Stellen zu schaffen.

14 Prozent rechnen mit steigenden Umsätzen, 10 Prozent mit mehr Aufträgen aus dem Inland. Weniger rosig sieht die Exportwirtschaft die nahe Zukunft: Lediglich noch 3 Prozent rechnen mit mehr Aufträgen aus dem Ausland, per Saldo 7 Prozent rechnen mit einem rückläufigem Exportumsatz.

Dienstleistern gehts besser

Der Dienstleistungssektor scheint alles in allem weniger der garstigen Wirtschaftslage ausgesetzt zu sein als die Industrie. So meldeten die Dienstleistungsbetriebe für das dritte Quartal bezüglich Auftragseingang und -lage sowie Umsatz markant bessere Zahlen als die Industriebetriebe. Auch die Erwartungen für die letzten drei Monate des Jahres fallen im Dienstleistungssektor deutlich optimistischer aus als in der Industrie.

Eine grosse Diskrepanz stellt das KMU-Barometer der UBS zudem zwischen den KMU und den Grossunternehmen fest. So entwickelten sich bei den Grossbetrieben die Exportumsätze im 3. Quartal weiterhin gut. Und auch für das laufende Quartal zeigt sich die Mehrheit der Grossunternehmen weitaus optimistischer als die KMU.

Nur Ersatzinvestitionen

Insgesamt plant jedes dritte Schweizer Unternehmen, im kommenden Jahr mehr zu investieren als im langjährigen Durchschnitt. Bei knapp der Hälfte der Firmen werden sich die Investionen im üblichen Rahmen bewegen. Während die Grossunternehmen dabei primär auf Kapazitätsausweitungen setzen, stehen bei den KMU vorab Ersatzinvestitionen an.

SDA/vin

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