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Kleidungsstücke sind am gefährlichsten

Toaster, Kindervelos, Spielzeuge oder Kosmetika: Die EU warnt ihre Bürger mit einer Liste vor besonders gefährlichen Produkten. Über die Hälfte davon stammt aus China.

Rapex-Jahresbericht 2011

Bekleidung und Textilien führen die Liste jener gefährlichen Produkte an, vor denen die EU ihre Bevölkerung warnt. Erstickungsgefahr und Reizungen wurden hauptsächlich beanstandet, wie der Jahresbericht des EU-Schnellwarnsystems Rapex für 2011 zeigt.

Auf dem zweiten Platz folgten riskante Spielzeuge, bei denen vor allem die Erstickungsgefahr durch Verschlucken im Vordergrund stand. Dahinter landeten Kraftfahrzeuge mit erhöhtem Verletzungsrisiko und Elektrogeräte mit hohem Stromschlagrisiko sowie giftige Kosmetika.

Über die Hälfte der gefährlichen Produkte stammten aus China. Allerdings setzt sich nach Angaben der EU-Kommission vom Dienstag der Abwärtstrend fort. 2010 kamen 58 Prozent der gefährlichen Güter aus China, 2011 waren es noch 54 Prozent.

Zahlreiche Produkte zurückgerufen

Über das EU-Schnellwarnsystem Rapex wurden in den letzten Jahren unzählige Produkte vom Markt genommen oder zurückgerufen, welche die Gesundheit oder die Sicherheit von Konsumenten gefährdeten. Dabei geht es um unter Strom stehende Toaster, Kindervelos mit mangelhaften Bremsen oder auch Kühl- und Gefrierapparate, die in Brand geraten können.

Die Warnungen werden aus den EU-Mitgliedsstaaten, in denen sie zuerst auffallen, nach Brüssel gemeldet. Am aktivsten waren dabei 2011 Spanien, Bulgarien und Ungarn. Von Brüssel aus werden dann die übrigen an das System angeschlossenen Staaten verständigt.

Die Schweiz ist nicht dabei

Neben den 27 EU-Ländern beteiligen sich auch Island, Norwegen und Liechtenstein an dem Warnsystem. Die Schweiz ist bei Rapex nicht dabei. Sie erhält die Warnungen aber indirekt. Durch Rapex sind in den letzten Jahren auch in der Schweiz Rückrufe ausgelöst worden.

Seit November 2008 hat der Bund mit der EU-Kommission im Rahmen der Verhandlungen zu einem Agrarfreihandelsabkommen auch über eine Teilnahme an Rapex und weiteren Schnellwarnsystemen verhandelt. Eine Teilnahme der Schweiz an Rapex dürfte nun aber wieder in die Ferne rücken, da das Parlament im März beschlossen hat, die Verhandlungen über ein Abkommen mit der EU zu sistieren.

SDA/rbi

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